Hoher Blutzoll: Zwei Tote bei Horrorunfall

Vom Auto blieb nach dem<br />
Crash nur noch ein<br />
Schrotthaufen übrig
Foto: FF Himberg

Im Bezirk Wien-Umgebung kam es zu Katastrophe: Ein nachkommender Lenker überrollt das herausgeschleuderte Unfallopfer.

Zwei Tote und zwei Verletzte forderte ein Verkehrsunfall in der Nacht zum Donnerstag. Zwischen Ebergassing und Himberg (Bezirk Wien-Umgebung) kam Lenkerin Sylwia B. (29) kurz nach Mitternacht aus bisher ungeklärter Ursache von der B 15 ab und streifte mit hoher Geschwindigkeit einen Baum. Der Wagen wurde seitlich aufgeschlitzt, den 19-jähriger Mitfahrer Matthias K. aus Wien schleuderte es aus dem Wagen; er blieb auf dem linken Fahrstreifen liegen.

Ein nachkommender Kombi passierte kurz nach dem Crash die Unfallstelle. Verzweifelte Versuche von Unfallzeugen, den Lenker des Fahrzeugs mit Handzeichen zum Bremsen zu bringen, schlugen fehl. Der Fahrer fuhr weiter, überrollte den 19-Jährigen und beging anschließend Fahrerflucht. Der Wiener erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Die Obduktion soll nun klären, ob der 19-Jährige beim Aufprall auf der Straße bereits tot war.

Aufgeschlitzt

Die rechts vorne sitzende Karina R. (32) erlag ebenfalls noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Die herbeigeeilten Notärzte konnten nur noch den Tod der jungen Russin feststellen. "Das Auto war wie eine Konservendose aufgeschlitzt", schildert ein Feuerwehrmann. Ihr Ehemann Edgar R. (35) und Lenkerin Sylwia B. überlebten den Unfall leicht verletzt. Das Rote Kreuz brachte die beiden ins Landesklinikum Mödling, ein Alkotest verlief laut Polizei positiv. Die Fahrerin hatte mehr als ein Promille Alkohol im Blut.
Nun fahnden die Beamten fieberhaft nach dem flüchtigen Kombi. Es handelt sich um ein dunkles Modell älterer Bauart. Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Himberg &#60150; 059 133 3226.

In Aurolzmünster (OÖ) ist am Mittwochabend eine 62-jährige Radfahrerin von einer Lokomotive erfasst und 20 Meter weggeschleudert worden. Sie dürfte den Lokalzug übersehen haben, der erst 106 Meter nach der Kollision zum Stillstand kam. Elf Fahrgäste blieben unverletzt. Eine Reanimation der Radlerin blieb erfolglos. Der Lokführer soll laut Zeugenaussagen versucht haben, die Frau mit Signaltönen zu warnen. Doch die 62-Jährige fuhr ohne erkennbares Bremsen weiter in den Bahnübergang ein. Die Eisenbahnkreuzung ist mittels "Stopp"-Zeichens geregelt.

(KURIER) Erstellt am
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