© Philipp Kienzl

Chronik Niederösterreich
12/05/2011

Hitler-Gruß und rechte Botschaften am Spielplatz

Prozess - Nazi-Schmierereien und Ausländerbeschimpfungen haben sie begangen, mit der rechtsradikalen Szene wollen sie aber rein gar nichts am Hut haben.

Am Landesgericht Wr. Neustadt stand am Montag einer von zahlreichen Wiederbetätigungs-Prozessen am Programm. Drei Freunde, 17, 18 und 23 Jahre, sollen in der Nacht zum 3. April im Wr. Neustädter Stadtpark ihr Unwesen getrieben haben. Auf Kinderrutschen malten sie Hakenkreuze und SS-Runen. Außerdem hinterließen sie folgenden Text: "An alle Eltern, dies ist ein Nazi-Spielplatz. Sind Sie ein Tschusch, Jude oder anderes, dann schleichen Sie sich oder Sie kommen unverzüglich in die Gaskammer. Sieg Heil." Auf einen in der Nähe des Parks abgestellten Pkw kritzelten sie den Hitler-Gruß.

Alle drei gaben vor Richterin Alexandra Baumann zu, die Schmier-Aktionen gesetzt zu haben. Allerdings nicht aus rechtsradikalen Beweggründen. Sie hätten sich nichts dabei gedacht, beziehungsweise hatten sie einen "Vollrausch". Der 17-jährige Angeklagte wurde freigesprochen, der 23-jährige bereits verurteilte Mann bekam eine achtmonatige Zusatzstrafe (beide nicht rechtskräftig). Gegen den 18-Jährigen wird der Prozess fortgesetzt.

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