Schlauchboot Donau, Nationalpark Donauauen

© Kovacs

Niederösterreich
07/06/2013

Nationalpark-Region Hainburg sucht Reisende

Die Flut ist Geschichte. Im Bereich der Donau-Auen bis Carnuntum startet Tourismus durch

von Katharina Zach

Bei uns kann man eine richtige Zeitreise machen. Von den Römern übers Mittelalter und den Barock bis hin zur Moderne mit der Kirche von Coop Himmelb(l)au. Es gibt sonst keinen Platz, an dem man so viel Geschichte in so kurzer Zeit erleben kann.“

Wenn Tourismus-Stadträtin und Wirtin des Gasthofs „Zum goldenen Anker“, Michaela Gansterer, von ihrer Heimatstadt Hainburg spricht, gerät sie ins Schwärmen. „Für einen Kurzurlaub mit zwei bis vier Übernachtungen ist die Region höchst interessant“, weiß sie.

Die Spuren des Juni-Hochwassers sind im Ort längst beseitigt, der Donauradweg von Passau nach Budapest frei befahrbar und die Schanigärten am Strom präsentieren sich wieder von ihrer schönsten Seite. Trotzdem sind die Touristen derzeit noch zögerlich.

„Wir haben im Juni im ,Goldenen Anker‘ 30 Prozent weniger Gäste gehabt“, sagt Gansterer, die trotz Überschwemmung tapfer offengehalten hatte. Da Touristen die Region eher spontan besuchen würden, dürften viele nach dem Hochwasser umdisponiert haben, meint sie.

Gäste gesucht

Nun brauche man in Hainburg aber wieder dringend Besucher. „Die Leute haben keinen Grund, verunsichert zu sein, alles ist wieder hergerichtet“, sagt die Tourismusexpertin und verweist auf ihren Schanigarten am Donauufer, der schon eine Woche nach der Überflutung wieder für die Ausflugsgäste geöffnet wurde.

Vielfältiges Angebot

Rund 180 Betten laden in Hainburg zum Erkunden der Region ein: Geschichtlich Interessierte kommen im Archäologischen Park Carnuntum oder in Schloss Hof auf ihre Kosten, während Städteliebhaber Budapest einen Besuch abstatten können. Weintrinker finden hingegen in den zahlreichen Lokalen an der Weinstraße ihr Glück. Und Naturverbundene wagen einen Ausflug in den Nationalpark Donau-Auen.

Auch im benachbarten Bad Deutsch-Altenburg herrscht längst wieder Normalität. Hier warten 370 Betten auf Ausflügler, die ihr müdes Haupt zur Ruhe betten wollen. 202 davon im Kurzentrum Ludwigstorff. Rund um den Betrieb, der Anfang Juni auch vom Hochwasser betroffen war, erinnert nichts mehr am die dramatischen Ereignisse.

Im Nationalpark Donau-Auen geht ebenso alles wieder seinen gewohnten Gang. Touren mit dem Schlauchboot finden statt. „Hier gibt es weder Zerstörung noch Verwesung. Die Donau ist längst wieder in ihrem Flussbett“, sagt Sprecherin Erika Dorn.

Auf die erhöhte Gelsenplage nach der Flut wird bereits reagiert: Wanderungen finden derzeit nahe am Wasser und im Sonnenlicht statt. Im August lockt der Nationalpark mit einem besonderen Schmankerl – einer dreitägigen kostenfreien Bootstour durch den Park.

KURIER-Leser können bei der Aktion auch gewinnen – und zwar zahlreiche attraktive Urlaubs- und Freizeitangebote, die die Tourismusregionen zur Verfügung gestellt haben

www.kurier.at/gewinnspiele

Bisher erschienen:

Nach der Flut hofft die Wachau auf Gäste

Kössen: "Urlauber sollten jetzt erst recht kommen"

Oberndorf: Wo „Stille Nacht“ erstmals erklang

Schärding: "Wir ziehen unser Ding durch"

Genuss mit regionalen Zutaten: Verwöhnwochen starten

Genuss steht an oberster Stelle. In der Gärtnerei Ganger in Wien-Donaustadt wurde gestern der GenussReigen 2013 präsentiert: von 15. bis 26. Juli können Feinschmecker ihre „GenussWirte“ besuchen und sich dort verwöhnen lassen.

Das Besondere daran: die Gerichte werden vorwiegend aus regionaltypischen Produkten der „Genuss Region Österreich“ zubereitet. Ziel der Initiative ist es, österreichische Lebensmittel in hoher Qualität in den Vordergrund zu rücken. Im Fokus der Initiative stehen Regionalität, die gesicherte Herkunft und die kontrollierte Produktion der Lebensmittel.

Seit der Gründung 2005 gibt es mittlerweile 116 GenussRegionen, welche nur nach einem strengen Aufnahmeverfahren ausgewählt werden. Auch auf EU-Ebene hat man die Einzigartigkeit dieser Initiative entdeckt, sagte Umweltminister Niki Berlakovich bei der Präsentation Freitagvormittag: Bereits 16 Mitgliedstaaten seien davon überzeugt worden, ein Lebensmittelmodell nach diesem österreichischem Vorbild zu starten.

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