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Wie sind Hagelkörner aufgebaut und wozu braucht man ein Hygrometer?

Hagel

Durchsichtige bis undurchsichtige Eiskugeln mit einem Durchmesser von 5-50 mm. Hagel entsteht in rasch aufsteigenden, feuchten Luftströmen. Für größere Hagelkörner ist der Schalenaufbau typisch, welcher durch mehrmaliges Auf- und Absteigen in verschieden temperierter Luft entsteht.

Hangwind

Aufwind, der unter dem Einfluss der Tageserwärmung an Berghängen entsteht und tagsüber bergaufwärts, nachts bergabwärts weht.

Harsch

Bezeichnung für eine Eiskruste auf einer Schneedecke. Sie entsteht durch Schmelzen und Wiedergefrieren der Schneeoberfläche, aber auch durch Verfestigung infolge starker Windeinwirkung.

Hebung des Nebels

Häufig zu beobachtende Erscheinung, dass ein über Nacht gebildeter Nebel im Laufe des Vormittags in den bodennahen Schichten dünner wird und schließlich verschwindet, während er in der Höhe weiter besteht. Das ist darauf zurückzuführen, dass sich die bodennahen Luftschichten zuerst erwärmen.

Hebungswolken

Wolken, die durch aufwärtsgerichtete Bewegung von Luftmassen infolge der dabei entstehenden Abkühlung entstehen. Fast alle Wolkenbildungen lassen sich darauf zurückführen.

Heerauch

Ein gefärbter, opaleszierender Schleier in der Luft, der über Grassteppen vorkommt und hauptsächlich durch Grasbrände entsteht, deren Rauch mit Staub bis in größere Höhen geführt wird. Der Himmel ist dadurch häufig auch bei einem wolkenlosen Himmel weißlich-grau gefärbt.

Herbst

Jahreszeit. Astronomischer Beginn am 23. September und Ende am 21. Dezember, meteorologisch vom 1. September bis 30. November, phänologisch in der Zeit von der Reife der Rosskastanie bis zum Abschluss der Feldarbeiten.

Herbstfärbung

Herbstliche Farbpalette der Laubblätter. Sie entsteht durch Abbau des Blattgrüns (Chlorophyll), so dass die gelb-roten pflanzlichen Farbstoffe (Carotinoide) nicht mehr überdeckt werden und die Neubildung von wasserlöslichen Farbstoffen zu brauner, roter und violetter Färbung der Blätter führt.

Himmelsblau

Das Blau des Himmels erklärt sich aus der Tatsache, dass die kurzwelligen blauen Sonnenstrahlen in der Atmosphäre durch Luftmoleküle stärker zerstreut werden, als die langwelligen gelben oder roten Strahlen. Das intensivste Blau herrscht nach Kaltlufteinbrüchen sowie im Hochgebirge und nimmt mit der Höhe an Dunkelblau zu, bis in den Weltraum in Schwarz übergehend.

Himmelsstrahlung

Jener Teil der Strahlung der Sonne (des Mondes und der Sterne), der von der Luft oder in ihr enthaltenen Teilchen (Aerosole) gestreut und reflektiert wird. Sie wird auch diffuse Strahlung genannt. Sie hat besonders in polarnahen Breiten erheblichen Anteil an der Globalstrahlung.

Hinderniswolken

Sie entstehen durch die Hebung von Luftmassen und deren Abkühlung bis zur Kondensation an der Luvseite von Bergen (Stau). Sie sind am Nordrand der Alpen weit verbreitet.

Hitzewelle

Bei Lufttemperaturen über 30 Grad C sprechen die Meteorologen von einem heißen Tag. Hält diese Hitze über mehrere Tage an, wird dies eine Hitzewelle genannt. Sie entwickelt sich bei Hochdrucklagen und voller Sonneneinstrahlung, wenn zusätzlich sehr warme subtropische oder tropische Luft herabgeführt wird. Die höchste Temperatur wurde in Hamburg mit fast 36 Grad C gemessen. In Deutschland liegt das Maximum bei etwa 40 Grad C; in Europa stellt Sevilla mit 50 Grad C den Rekord. Die weltweit höchsten Temperaturen wurden bei 57 Grad C in Libyen, Mexiko und Nevada in den dortigen Wüsten gemessen.

Hochdruckbrücke

Sie stellt die Verbindung zwischen zwei Hochdruckgebieten her, z. B. dem Azorenhoch und dem Russlandhoch. Dabei werden von ihr zwei Tiefdruckgebiete voneinander getrennt, oftmals mit einem Wechsel zwischen Hochdruckrücken und Tiefdruckrinne.

Hochdruckgebiet

Unter einem Hochdruckgebiet (Antizyklone) versteht man ein Gebiet mit relativ hohem Luftdruck (1020 bis maximal 1080 Millibar NN). In dessen Zentrum befindet sich der Hochdruckkern, der den größten Druckwert besitzt. Aus den unteren Schichten fließt aufgrund des Luftdruckgefälles zur Umgebung Luft aus dem Hoch in Richtung des tieferen Drucks heraus. Die Coriolis-Kraft bewirkt auf der Nordhalbkugel eine Ablenkung dieser Luftströme nach rechts, d.h. der Wind weht im Uhrzeigersinn um das Hoch herum.

Hochdruckkeil

Ausbuchtung eines Hochs in ein Gebiet mit niedrigerem Luftdruck.

Hochnebel

Gleichmäßige Wolkenschicht, einem Nebel entsprechend, der aber nicht nah am Boden liegt. Er bildet sich durch Kondensation innerhalb hoher Dunstschichten oder aus aufgestiegenem Bodennebel.

Hochsommer

Die Zeit von Anfang Juli bis Mitte August.

Hochwinter

Die Zeit von Anfang Januar bis Mitte Februar.

Höhe über Normal Null

Die Höhenangabe über NN ist erforderlich, um den Barometerstand eines Ortes auf das Niveau des Meeresspiegels reduzieren zu können und damit den Luftdruck in Beziehung zu anderen Orten zu bringen. Einer Höhenzunahme von 8 Metern entspricht in der Nähe des Meeresspiegels eine Luftdruckabnahme von einem Millibar.

Höhenklima

Klima des Hochlandes. Es unterscheidet sich vom Klima des Tieflandes durch den mit der Höhe abnehmenden Luftdruck, die Lufttemperatur und den Dampfdruck. Es zeichnet sich durch eine große Reinheit der Luft aus.

Höhentief

Ein Tiefdruckgebiet in größerer Höhe, etwa auf einem Niveau von 5 Kilometern. Diese Tiefs, meist mit niedrigen Temperaturen, sind auf den Bodenwetterkarten nicht nachweisbar. Sie spielen aber für den Wetterablauf am Boden trotzdem eine wesentliche Rolle.

Höhenwind

Als Höhenwind bezeichnet man Wind in der freien Atmosphäre. Dieser unterliegt nicht der Bodenreibung. Im allgemeinen ist dieser Wind gegenüber dem Bodenwind nach rechts abgelenkt.

Hof

Kreisförmige Aufhellung um Sonne oder Mond, verursacht durch Reflexion (Beugung) des Lichtes an Eiskristallen hoher Luftschichten. Man unterscheidet den Hof vom ringförmigen Halo, der durch Lichtbrechung hervorgerufen wird.

Hundertjähriger Kalender

Genaue Wetteraufzeichnen des fränkischen Abtes Mauritius Knauer (1612-1664) im Kloster Langheim bei Bamberg in den Jahren 1652-1658. Die späteren Bearbeiter gehen von der fälschlichen Annahme aus, dass sich das Wetter unter dem Einfluss der Planeten exakt alle sieben Jahre wiederholt. Die Wetterangaben sind nur als historische Wetterdokumentation brauchbar.

Hundstage

Die wärmste Zeit des Jahres, fällt meist in das letzte Julidrittel. Zwischen dem 20 und 25. Juli beginnen die 'Hundstage', die nichts mit den Vierbeinern, sondern mit einem astronomischen Ereignis zu tun haben. Schon die Ägypter mussten sich auf bestimmte Wetterlagen einstellen und haben diesen Begriff geprägt. Ende Juli kommt die Nilschwelle in Unterägypten an, die Schleusen wurden geöffnet und die Felder überflutet. Der Sommermonsun mit kräftigen Regenfällen in Ostafrika sorgte für den fruchtbaren Schlamm, der sich im Niltal über die Felder legte. Um den Beginn der Nilschwelle vorherzusagen, mussten Priester und Astronomen den Himmel beobachten und den Aufgang des 'Hundsterns' abwarten. War Sirius, der Hauptstern im Sternbild Hund zum ersten Mal in der Morgendämmerung am Osthimmel zu sehen, war es dann wieder soweit. Im Lande wurde das Öffnen der Schleusen befohlen, binnen weniger Tage stieg der Nil aus seinem Bett.
Zur gleichen Zeit, also Ende Juli/Anfang August, herrscht in Mitteleuropa Hochsommer. Fast in allen Jahren ist dies die heißeste Zeit des Jahres mit den jährlichen Spitzentemperaturen.

Hurrikan

Am bekanntesten unter den tropischen Wirbelstürmen sind die Hurrikane östlich der Westindischen Inseln und im Karibischen Meer. Tropische Wirbelstürme sind Tiefdruckgebiete der Tropen mit sehr niedrigem Kerndruck und einem Durchmesser von mehreren hundert Kilometern. Der Wind in tropischen Wirbelstürmen weht oft mit mehr als 200 km/h. Im Zentrum des Orkans (ca. 10-30 km breit) herrscht fast völlige Windstille. Tropische Wirbelstürme entstehen nur über warmen Meeren mit einer Wassertemperatur von mindestens 27° C.

Hydrometeore

Hydrometeore sind Kondensationsprodukte aus Wasser in fester oder flüssiger Form. Sie fallen entweder als Niederschläge (z.B. Nieselregen, Regen, Eisnadeln, Schnee, Griesel, Reifgraupeln, Eiskörner, Hagel oder Frostgraupeln) oder werden an festen Gegenständen abgelagert (in Form von Tau, Reif, Raureif, Raufrost, Glatteis, Frostbeschlag oder als Schneedecke).

Hygrometer

Instrument zur Luftfeuchtemessung, am gebräuchlisten sind Psychrometer und Hygrometer. Das älteste in der Praxis noch heute eingesetzte Hygrometer ist das Haarhygrometer, hiermit wird die relative Luftfeuchtigkeit gemessen. Sein Prinzip beruht auf den Eigenschaften des menschlichen Haares, das sich bei Feuchtigkeit ausdehnt und bei Feuchtigkeitsentzug verkürzt.

(kurier) Erstellt am
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