Chronik | Niederösterreich
13.03.2018

Grünes Licht für Stadion in Wiener Neustadt

Gemeinderat hat das 12,8 Millionen Euro teure Projekt vergeben. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2019 geplant.

Die fast unendlichen Geschichte eines neuen Fußballstadions in Wiener Neustadt ist seit Montagabend um ein bedeutendes Kapitel reicher. Der Wiener Neustädter Gemeinderat beschloss in einer abendlichen Sondersitzung die Vergabe der Planung sowie der Generalunternehmerleistungen für den Bau des neuen Stadions. Die Sportstätte wird zwischen der Veranstaltungshalle Arena Nova und dem Hallenbad Aqua Nova auf die grüne Wiese gebaut.

Für die Generalplanung und die schlüsselfertige Übergabe des 12,8 Millionen Euro teuren Stadions samt Nebenplätzen zeichnet sich eine Arbeitsgemeinschaft aus Strabag AG und Porr GmbH verantwortlich. Um den Auflagen der Bundesliga zu entsprechen, verfügt das Stadion über eine Rasenheizung. Sollte der SC Wiener Neustadt in dieser Saison in die höchste Liga aufsteigen, werden die Tribünen mit 5000 Sitzplätzen errichtet, bleibt der Club in der zweiten Spielklasse mit weniger. Die Tribünen können dann aber in der Zukunft jedenfalls modular erweitert werden.

Für Nachwuchs und Training werden zwei Neben-Spielfelder sowie zwei Kleinfelder errichtet. Das Stadion soll außerdem für Open-Air-Veranstaltungen und Konzerte genutzt werden. Es wird einen VIP-Club, eine Cateringküche, stadiontaugliche Gastroversorgung sowie ausreichend Parkplätze und Rad-Abstellflächen geben. Die Finanzierung erfolgt durch den Verkaufserlös des alten Stadionareals sowie durch Förderungen.

Trotz der grundsätzlichen Zustimmung zum Bauprojekt gibt es für die SPÖ noch wichtige Punkte in der Angelegenheit rund um das neue Stadion zu klären. SP-Chef Horst Karas verlangt ein Nutzungskonzept, welche Vereine zu welchen Bedigungen die Infrastruktur nutzen können. Außerdem wollte Karas zunächst, dass die Verwaltung und Organisation des Stadions in der öffentlichen Hand der Stadtgemeinde bleibt.

Beschlossen wurde schließlich, dass der Betrieb selbstverständlich verpachtetet werden kann um einen professionellen Betreiber zu finden. Laut ÖVP gehe es darum, große Events nach Wiener Neustadt zu holen und dies in die Hände von Personen zu legen, die dafür das beste Know-how haben.