Chronik | Niederösterreich
05.05.2017

Grapsch-Verdacht gegen Volksschullehrer: 55-Jähriger wurde sofort suspendiert

Kinder sollen im Unterricht belästigt, gestreichelt und sogar geküsst worden sein. Der Landesschulrat stellte eine psychologische Betreuung in der Schule ab.

In Niederösterreich gibt es schwere Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen einen Volksschullehrer. Der Mann soll in einer Schule im Bezirk Mistelbach mehrere Kinder zu sich auf die Schoß genommen und dabei begrapscht und auch geküsst haben. Die Polizei ermittelt.

Der brisante Fall ist diese Woche durch die aufgebrachten Eltern eines Kindes ans Tageslicht gekommen. Ein Mädchen soll sich zu Hause dazu geäußert haben, was der Lehrer im Unterricht angestellt haben dürfte. "Als der Verdacht aufgekommen ist, haben wir Befragungen durchgeführt. Ich habe sofort reagiert, der Mann wurde vom Dienst freigestellt", erklärt der Präsident des niederösterreichischen Landesschulrats, Johann Heuras.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen 55-jährigen Pädagogen. Ersten Ermittlungen der örtlichen Polizei zufolge sollen sich die angeblichen sexuellen Übergriffe während des Unterrichts abgespielt haben. Im Zuge der Befragungen der Mitschüler haben sich weitere mutmaßliche Opfer gemeldet.

Es könnten bis zu fünf Kinder betroffen sein. Die weiteren Erhebungen werden vom Landeskriminalamt übernommen. "Für die Betroffenen wurde eine umfassende psychologische Betreuung abgestellt", sagt Heuras.