© Faith Technologies

Chronik Niederösterreich
07/08/2015

Glasfaser-Adern beginnen zu pulsieren

Niederösterreich will bis 2030 alle Haushalte und Betriebe mit schnellem Internet versorgen.

von Matthias Hofer

Niederösterreich geht an die Umsetzung seiner Breitbandoffensive. Der Startschuss dazu fiel im September 2014. Das Modell sieht vor, dass die öffentliche Hand dort, wo private Anbieter das leistungsfähige Breitband-Netz nicht ausbauen, die Infrastruktur zur Verfügung stellt. Private Internet-Anbieter können die Glasfaserleitungen dann anmieten. In vier Pilotregionen (Bezirke Gmünd und Waidhofen/Thaya, Triesting- und Ybbstal) wird ab sofort ein Glasfaser-Landesnetz verlegt. Fünf Millionen Euro stehen dafür zu Verfügung.

"Unser Ziel bis 2030 sind Glasfaser-Internetanschlüsse für alle nö.Haushalte und Betriebe, sagt Landeshauptmann Erwin Pröll. "Das ist sehr ambitioniert, deshalb haben wir uns starke Partner ins Boot geholt." Konkret wird die Breitband-Offensive mit der Telekom Austria und der Kabelplus, einer EVN-Tochtergesellschaft, angegangen. Koordiniert werden alle Schritte von der NÖ Glasfaser Infrastrukturgesellschaft (NÖGIG). Eine Wettbewerbsverzerrung fürchtet Pröll durch die Initiative nicht: "Unser Angebot war immer als Ergänzung zu privaten Anbietern gedacht. Dabei bleibt es auch."

150 Millionen Euro

"Der Pakt wird einen Investitionsschub auslösen, der die niederöstereichische Infrastruktur nachhaltig verbessert", sagt Telekom-General Hannes Ametsreiter. Bis 2016 seien gemeinsame Ausgaben von 150 Millionen Euro vorgesehen. Zunächst werde nun ein digitales Aufgrabungsverzeichnis erstellt, um Parallelitäten zu verhindern. Durch Umsetzung der Breitband-Initiative werde man in den nächsten Jahren 80 Prozent der Bevölkerung mit schnellem Internet versorgen können.

"Unser Ziel ist, der Bevölkerung auch abseits der urbanen Regionen schnelles Internet anbieten zu können", sagt EVN-Vorstand Peter Layr. "Unsere Kapazitäten sind grundsätzlich auf 250 Mbit ausgelegt." Die EVN werde der NÖGIG ihre Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Der Ausbau des ganzen Landes soll übrigens mehr als eine Milliarde Euro kosten. In wie weit Förderungen im Zuge der "Breitband-Milliarde" des Bundes beantragt werden, entscheiden die Projektpartner eigenständig.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.