Gaumenfreuden im Walzertakt

Die Luxusmenüs zum Opernball - KURIER.at hat sich bei den umliegenden Nobel-Restaurants umgehört und die Opernball-Weine vorab verkostet.

Der Wiener Opernball steht für Luxus, für Glamour Glanz und Gloria. Auch das kulinarische Rahmenprogramm zum Ball der Bälle kann sich sehen lassen. Getrübt wird das Vergnügen aber spätestens bei einem Blick auf die Rechnung. Wer bislang glaubte, die Krisenstimmung würde sich auch auf die Preise rund um das Highlight der Wiener Ballsaison auswirken und diese in den Keller treiben, der irrt. Für ein Gourmet-Menü zum Opernball muss der gewillte Genießer rund 300 Euro ablegen. Dafür wird ihm aber auch außergewöhnlich Exklusives kredenzt. An der Nachfrage dürfte es trotz der "deftigen" Preise nicht mangeln, Korso, Sacher und Imperial sind nach eigenen Angaben für den Ballabend praktisch ausgebucht.

Auch exklusive Weine stehen beim Opernball am Programm. KURIER.at hat einige der Weine verkostet. Mehr dazu sehen Sie in der Bilderstrecke zum Durchklicken.

All jenen, die nicht am Opernball in den Geuss kommen wird hier die Möglichkeit geboten, eine exklusive 6er-Kiste Quin-Quin sowie eine Magnum Haydn 2007 vom Weingut Esterhazy zu gewinnen.

Fünf-Gänge-Menü und Katerfrühstück im Korso

Im Nobel-Restaurant Korso, direkt neben der Staatsoper gelegen, beläuft sich das Luxus-Ball-Menü auf 365 Euro. Küchenchef Gerald Angelmahr garantiert dafür aber Genuss auf höchstem Niveau. Nur erlesene Produkte und Zutaten werden dem Ball-Publikum aufgetischt, und Qualität hat schließlich ihren Preis. Die finanzkräftigen Gäste kommen dafür in den Genuss von Zweierlei von der Gänseleber mit Schwarzwurzeln und Banyuls Gelee, bretonischem Steinbutt auf jungem Blattspinat mit Beluga Kaviar und einem gefüllteen Rinderfilet mit Selleriecreme und Perigord Trüffel. Das Dessert, eine Nougat-Pralinen Terrine auf Pignolien mit Kumquat und Muscato bildet den süßen Abschluss des Luxus-Dinners. Während die Ballgäste dann eine heiße Sohle auf’s Parkett legen ist für die Küchencrew des Korso noch lange nicht Feierabend, denn zwischen 2 und 5 Uhr morgens wird dort ein Katerfrühstück serviert. Schnitzel, Eier, Sacherwürstel und Weißwürste gibt es als Stärkung nach der anstrengenden Ballnacht.

Im Sacher ist "rot" Tabu

Im alt-ehrwürdigen Hotel Sacher setzt man ebenfalls auf noble Küche. Küchenchef Werner Pichlmaier durfte zum festlichen Anlass seiner Kreativität freien Lauf lassen und kreierte ein exklusives Fünf-Gänge-Menü. Nur rote Lebensmittel sind ob der Fleckengefahr für die Ballroben Tabu. Für 320 Euro bekommt man Gänseleber mit Apfel-Selleriesalat und Haselnussbrioche, Steinpilzessenz mit Strudelsackerl sowie eine Roulade von der "Dover" Seezunge mit Zitrusspinat und roter Ingwer-Schaumsoße, ein am Stück gebratenes "Black Angus"-Rinderfilet mit Trüffeljus und Polentaschnitte und als Dessert "Tainori"-Schokoladenwürfel mit Kokosmousse und Pina Colada Sorbet. Die zum Menü passenden Weine sowie der traditionelle Champagnerempfang sind im Preis inklusive.

Etwas "gemäßigter" geht's im Imperial zu

Vergleichsweise günstiger kommt dem hungrigen Ballbesucher das Menü im Imperial zu stehen. Trotzdem muss aber auf "high-class" Genuss nicht verzichtet werden. Für 220 Euro bietet Küchenchef Hans Jörg Schauer ein viergängiges Menü bestehend aus: Zweierlei vom Bachsaibling mit mariniertem Fenchel und Flusskrebsen (Vorspeise), Wachtelkotelett mit Gänseleber gefüllt auf Bohnenragout (Zwischengang), Kalbsrückenschnitte in einer Kruste aus Tomaten und Zitrusfrüchten auf Kresserisotto (Hauptspeise) sowie Champagnermousse im Hippenblatt mit Beerenconfit (Dessert).

Würstelstand als "billige" Alternative

Wer nun nicht über das entsprechend pralle Börserl verfügt aber trotzdem nicht mit leerem Magen auf die Tanzfläche möchte, dem sei der traditionsreiche Gang zum Würstelstand empfohlen. Bei einem Kostenpunkt von rund 3 Euro kommen Sie in den vergleichsweise günstigen Genuss - statt Edel-Fisch und Nobel-Rind mit Trüffel gibt's Frankfurtern mit Semmerl und Senf, statt Champagner aus luxuriösem Kristall begnügt man sich mit einem Schluck Bier aus der Dose.

Erstellt am 05.12.2011