Chronik | Niederösterreich
13.12.2017

Gasexplosion: Untersuchungen zur Ursache laufen

Acht der Leichtverletzten sind ausländische Staatsbürger. Die Inlandversorgung ist laut GCA gesichert.

Nach der Explosion in der Erdgasstation Baumgarten der Gas Connect Austria (GCA) von Dienstagfrüh dauerten am Mittwoch die Untersuchungen zur Ursache an. Der Unfall hatte ein Todesopfer, einen Schwerverletzten und 20 Leichtverletzte gefordert. Unter Letzteren sind nach Polizeiangaben acht ausländische Staatsbürger.

"Wir sind seit heute Nacht in der Verdichterstation Baumgarten wieder auf dem Versorgungs-Zustand wie vor dem Unfall", teilte die GCA Mittwochfrüh mit. Das heiße, "alle Transitsysteme sind in alle Richtungen wieder funktionsfähig und in Betrieb. Auch die Inlandsversorgung ist gesichert", so das Unternehmen. Die Untersuchungen hinsichtlich der Ursache für die Explosion führen das Landeskriminalamt Niederösterreich, Sachverständige und GCA-Mitarbeiter durch.

Keine Angaben zur Höhe des Sachschadens

Wie lange die Untersuchungen dauern werden, sei offen, sagte eine Sprecherin der Gas Connect Austria GmbH (GCA) am Mittwochvormittag auf Anfrage. Zur Höhe des Sachschadens könnten noch keine Angaben gemacht werden.

Der Sprecherin zufolge ist der von dem Unfall betroffene Abschnitt in der Erdgasstation - GCA-Geschäftsführer Stefan Wagenhofer hatte am Dienstagnachmittag von etwa 100 mal 100 Metern gesprochen, wo es zuletzt eine Bautätigkeit gegeben habe - von anderen Leitungen isoliert worden. Deshalb sei es auch möglich gewesen, den Gas-Transit wieder aufzunehmen.

32-jähriger TÜV-Mitarbeiter

Der bei dem Unfall getötete Mann war laut Polizei österreichischer Staatsbürger. Der Mann stammte aus dem Bezirk Korneuburg, sagte Sprecher Raimund Schwaigerlehner auf Anfrage. Wie der KURIER am Dienstag berichtet hatte, handelt es sich um einen 32 Jahre alten Mitarbeiter des TÜV (Technischer Überwachungsverein). Die GCA bestätigte dies in einer Aussendung. Der Mann hatte sich, wie GCA-Sprecher Armin Teichert mitteilte, mit einem neuen Anlagenteil im Bereich der Filterseparation beschäftigt. Während der Abnahme sei der Unfall passiert. Es habe eine "enorme Hitzeentwicklung" gegeben, so Teichert. Er sprach von möglicherweise 1.000 Grad. Dadurch seien selbst Autos auf dem Parkplatz geschmolzen.

Auch der Schwerverletzte, der von "Christophorus 9" ins AKH Wien geflogen wurde, ist GCA-Mitarbeiter und Österreicher. Unter den Leichtverletzten sind laut Polizei je zwei serbische und rumänische sowie je ein ungarischer, slowakischer , polnischer und US-amerikanischer Staatsbürger. Sie sind Holub zufolge überwiegend in Österreich wohnhaft.