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Welchen Einfluss hat ein Gebirge auf das Wetter und was versteht man unter grünem Strahl?

Gebirge

Sie sind als Klimascheide wirksam, besonders wenn sie sich westöstlich erstrecken oder wenn sie Küstenland vom Binnenland trennen. Sie hemmen den horizontalen Luftaustausch und gewähren der dem (kalten) Wind abgewandten Seite (Lee) Wind- und Kälteschutz. Auf den verschiedenen Seiten der Gebirge können Temperatur, Luftdruck und Feuchtigkeit sehr unterschiedlich sein.

Gefahrenmeldungen

Besonders aus Flugsicherungsgründen wird bei plötzlicher Wetterverschlechterung von den Wetterstationen eine Gefahrenmeldung an die Wetterzentralen abgegeben und von diesen über Funk und Fernschreiber verbreitet.

Gefrierkerne

In der Luft schwebende, feste Teilchen (Aerosole) dienen als Ansatzpunkt für die Eisbildung. In der Atmosphäre kondensiertes Wasser (Wolken oder Nebel) kann bis unter -12 Grad Celsius abkühlen, ohne zu gefrieren. Den Anstoß zum Gefrieren geben die Gefrierkerne und ihr Auftreffen auf einen festen Gegenstand. Dies zeigt sich z.B. auch bei der Vereisung von Flugzeugen.

Gefrierpunkt

Bei dieser Temperatur gehen Flüssigkeiten in einen festen Körper über (gefrieren). Der druckabhängige Gefrierpunkt beträgt bei Normaldruck beispielsweise für Wasser 0 Grad Celsius, für Glycerin minus 20 Grad Celsius, für Quecksilber minus 38,8 Grad Celsius und für Methylalkohol minus 94 Grad Celsius.

Gegensonne

Seltene optische Erscheinung in der Atmosphäre, die als heller Lichtfleck in der Höhe der Sonne, aber in entgegengesetzter Richtung sichtbar ist. Sie wird durch Eiskristalle verursacht. Häufiger sind "Nebensonnen" als Teil eines Halos in 22 und 46 Grad Abstand von der Sonne zu beobachten.

Gegenstrahlung

Durch das in der Atmosphäre enthaltene Kohlendioxid und den enthaltenen Wasserdampf zur Erdoberfläche gelenkte Wärmestrahlung. Sie wirkt der vom Boden ausgehenden langwelligen Ausstrahlung entgegen.

Geophysik

Wissenschaft von den natürlichen physikalischen Erscheinungen auf und in der Erde. Sie umfasst auch die Meteorologie als Wissenschaft von der Lufthülle der Erde sowie Hydro- und Ozeanographie als Wissenschaften von der Wasserhülle der Erde.

Gewitter

Mit Donner und Blitz einhergehende elektrische Entladung in den Wolken oder zwischen Wolken und Erde, begleitet von meist kräftigen Schauerniederschlägen. Gewitter entstehen durch rasches Aufsteigen feuchtwarmer Luft und deren rasche Abkühlung. Diese Bedingungen entstehen bei schneller Erwärmung des Untergrundes durch starke Sonneneinstrahlung.

Gewitterhäufigkeit

Die Häufigkeit von Gewittern nimmt vom Äquator polwärts ab. In Mitteleuropa kommen nur etwa 20-30 Gewittertage, in den feuchten Tropen bei bis zu 200 Gewittertagen pro Jahr.

Gewittervorboten

Die am frühen Morgen erscheinenden Altocumulus-Castellanus-Wolken sind sichere Gewittervorboten. Dies sind türmchenförmige Auswüchse aus einer mittelhohen Haufenwolke in einer Höhe von etwa 2000 Metern. Ebenso gelten Altocumulus-Floccus-Wolken als Gewittervorboten, die flockig aussehen und in 2000 Metern Höhe etwa 8 Stunden vor dem Gewitter erscheinen.

Gewitterwolke

Eine Gewitterwolke (Cumulonimbus) entsteht, wenn feuchtwarme Luft von der Sonne zusätzlich erwärmt wird, oben aber kältere Luftmassen aufliegen. Die erwärmte Luft strömt nach oben, der mitgeführte Wasserdampf kondensiert schnell an der kälteren Schicht. Es bilden sich Haufenwolken, die sich zu einer großen Gewitterwolke verdichten können. In der Wolke schießen etwa 8000 Tonnen Luft pro Sekunde nach oben, es bilden sich starke Luftströmungen und starke elektrische Felder.

Glashauswirkung

Erscheinung, die in jedem Glashaus, aber auch in jedem nach Süden orientierten Fensterraum dadurch eine Temperaturerhöhung im Innenraum bewirkt, dass Fensterglas durchlässig für einstrahlendes Sonnenlicht (sichtbare Strahlung), aber undurchlässig für ausstrahlende, langwellige Wärmestrahlung ist.

Glatteis

Eisüberzug, der durch Gefrieren von Regentropfen am kalten Erdboden oder an kalten Gegenständen entsteht, meist bei Ablösung einer winterlichen Kälteperiode durch eine Warmfront.

Glorie

Optische Erscheinung in der Atmosphäre, die als bunter Kreis um den Sonnenschatten des Beobachters im Nebel erscheint. Eine Glorie entsteht durch eine Streuung des Sonnenlichts an Nebel- oder Wolkentröpfchen. Zu beobachten ist die Glorie unter anderem auf dem "Brocken" im Harz ("Brockengespenst").

Golfstrom

Warme Meeresströmung, die bei tropischer Wärme im Golf von Mexiko entsteht. Der Golfstrom zieht an der nordamerikanischen Ostküste entlang, biegt dann nach Südost ab in Richtung Englischer Kanal und Golf von Biskaya, sowie nach Nordost in Richtung Island und Spitzbergen. Der Golfstrom mildert das Klima in Nord- und Westeuropa und spielt eine wichtige Rolle für die Tiefdruckbildung im Nordatlantik.

Graupeln

Niederschlag in Form von Eiskörnern mit 1 bis 5 Millimetern Durchmesser. Graupeln fallen aus höherliegenden Wolkenschichten. Sie entstehen, wenn unterkühlte Tröpfchen mit einem Schnee- oder Eiskristall zusammenstoßen und sofort gefrieren. Graupelschauer treten häufig im April auf.

Griesel

Fester atmosphärischer Niederschlag in Form von Eiskörnchen, deren Durchmesser kleiner als 1 Millimeter ist. Griesel haben eine schneeförmige Struktur.

Großwetterlage

Unter einer Wetterlage versteht man den Wetterzustand über einem bestimmten Gebiet. Charakteristische Merkmale dieser Wetterlagen bleiben oft über Tage erhalten und werden zusammengefasst als Großwetterlage bezeichnet. Sie ist definiert als mittlere Luftdruckverteilung über mehrere Tage hinweg für ein Gebiet ungefähr von der Größe Europas.

Grundwasser

Wasser, das bis auf eine wasserundurchlässige Schicht (Ton oder Lehm) in den Boden eingesickert ist. Seine Oberfläche bildet den Grundwasserspiegel. Der Grundwasserstand ist abhängig von Regen-, Schmelz- und Flusswasserzufluss sowie von der Wasserentnahme durch den Menschen. Das gefilterte, keimfreie Grundwasser ist wichtig für die Trinkwasserversorgung.

Grüner Strahl

Bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang im Moment des Berührens des oberen Gestirnrandes mit dem Gesichtskreis für 2 bis 3 Sekunden intensives grünes Leuchten, das auf dem Meer gut zu beobachten ist.

(kurier) Erstellt am
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