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Niederösterreich
11/23/2021

Frau mit Auto getötet? Das sagt der Verdächtige zu den Vorwürfen

Der 55-Jährige ließ das Opfer schwer verletzt zurück. Der Anwalt des 55-Jährigen nimmt zum Hergang Stellung.

von Johannes Weichhart, Patrick Wammerl

War es Mord, wie die Staatsanwaltschaft vermutet. Oder ein Unfall, wie der Verdächtige gegenüber den Ermittlern des Landeskriminalamtes Niederösterreich immer wieder beteuert.

Fakt ist, dass eine 49-jährige Pharmareferentin Sonntagnacht im Zufahrtsbereich einer Tankstelle in Eibesbrunn im Weinviertel leblos am Boden lag. Sie musste von Rettungskräften reanimiert werden, starb aber Stunden später in einem Krankenhaus in Wien.

Flucht

Unter dringendem Tatverdacht steht ihr 55-jähriger Lebensgefährte. Er soll die Frau mit seinem Pick-up (400 PS) angefahren haben. Als die Polizei zur Unfallstelle kam, flüchtet der Mann. Er ließ sich in der Nähe von einer Bekannten mit dem Auto abholen, bestätigt die Polizei entsprechende KURIER-Informationen.

„Er war in Panik“, sagt nun sein Anwalt Farid Rifaat, der die Geschehnisse aus der Sicht seines Mandanten nachzeichnet. So sollen die beiden zuvor im Stüberl eines Reitstalles in der Region gezecht haben. Während der Fahrt soll es dann zu einer Diskussion zwischen dem Paar gekommen sein.

„Er hat ihr aufgrund ihres Alkoholkonsums Vorwürfe gemacht“, erzählt der bekannte Wiener Rechtsanwalt. An der Tankstelle sei die Frau schließlich ausgestiegen, um sich noch mehr Alkohol zu besorgen. „Beide waren betrunken“, so Rifaat. Dann sei die 49-Jährige „herumgehüpft und herumgelaufen“, dabei habe sie ihr Lebensgefährte übersehen und angefahren. Der mutmaßliche Täter, der als Hufschmied tätig ist, habe im Rückspiegel noch die am Boden liegende Frau gesehen, entfernte sich schließlich aber vom Ort des Geschehens. „Es war ein Unfall“, meint Rifaat.

Gutachter am Wort

Es wird vermutlich noch einige Wochen dauern, bis weitere Details vorliegen. „Nun sind die Gutachter am Wort“, sagt ein Ermittler. Derzeit laufen kriminaltechnische Untersuchungen, ob sich am Auto des Verdächtigen Unfallspuren finden. Zudem muss geklärt werden, wie viel Promille Alkoholgehalt das Opfer und der Verdächtige im Blut hatten.

Ob der Mann bis zu seinem Prozess im Gefängnis bleiben muss, stand gestern noch nicht fest. Heute will die Staatsanwaltschaft Korneuburg darüber entscheiden, ob der 55-Jährige in Untersuchungshaft überstellt wird oder auch nicht.

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