Chronik | Niederösterreich
18.03.2016

FPÖ Niederösterreich fordert Burkini-Verbot

Die freiheitliche Partei spricht sich gegen Ganzkörper-Badekleidung in Bädern aus.

Die FPÖ Niederösterreich hat am Freitag das Verbot von Ganzkörper-Badebekleidung gefordert. Die Hausordnung bzw. die Baderegeln seien "generell dahin gehend anzupassen".

Verstoß gegen Hygienebedingungen

Landtagsabgeordneter Martin Huber ( FPÖ) verwies in einer Aussendung auf "die unsägliche Badekultur der Muslime", die schariakonforme Badebekleidung sei "bei deren Frauen üblich", hierzulande verstoße man in Bädern damit aber gegen die Hygienebedingungen.

Burkini-Verbot

Also Burkini wird ein zweiteiliger Schwimmanzug für muslimische Frauen bezeichnet, der eine integrierte Kopfbedeckung hat. Laut Huber gäbe es keine bundesweit geltende Regelung für das Tragen dieser Badebekleidung, "aber Betreiber von Bädern können in ihren jeweiligen Badeordnungen festhalten, ob sie Burkinis erlauben oder nicht." In einigen Gemeinden sei ein Verbot bereits beschlossen worden.

Teil der Integration

Weiters bezeichnet Huber es als Teil der Integration, sich nicht zu verschleiern, dies sei "eine Bringschuld der Migranten, unsere Sitten und Gebräuche müssen akzeptiert werden. Verschleiert Baden zu gehen heißt nichts anderes, als dass man sich definitiv nicht an unsere Regeln halten will." Er spricht sich außerdem dagegen aus, dass das Tragen von Burkinis in mit öffentlichen Geldern errichteten Bädern gestattet wird, "nur um nicht als ausländerfeindlich zu gelten." In diesem Fall würden laut Huber "Muslime die Regeln dominieren, dagegen verwehren wir uns."