Forscherin entdeckte Kalktuffquel­len

Bezirk Amstetten – Einen für die Region außergewöhnlichen Fund machte kürzlich die angehende Biologin Gudrun Schwarz.

Die Amstettnerin, die bereits im Februar die Bürgerinitiative "Rettet die Forstheide" auf die durch Schlägerungen gefährdete Feuersalamander-Vorkommen aufmerksam gemacht hatte, entdeckte nun in der Nähe des Jakobsbrunnenweges sogenannte Kalktuffquellen. Dabei handelt es sich um Gebilde mineralisch-organischen Ursprungs, die entstehen, wenn kalkhaltiges Quellwasser über ganz bestimmte kalkresistente Moosarten fließt. Der dadurch abgeschiedene Kalktuff fand in der Vergangenheit sogar zum Bau von Kirchen Verwendung.

"Es ist ein Glück, dass in diesem Bereich die Schlägerung der Gemeinde noch abgewendet werden konnten und die Naturobjekte nicht beschädigt oder gar vernichtet wurden", sagt Peter Rausch von "Rettet die Forstheide".

In NÖ würden derzeit fünf dieser Kalktuffquellen unter Schutz stehen. Diese seltenen Naturphänomene seien zudem eine "ungeahnte Aufwertung" für den dort befindlichen Naturlehrpfad. Rausch und Schwarz wollen nun die Stadtgemeinde animieren, das Gebiet vor Zerstörung zu schützen. Schwarz: "Zumindest sollten rasch Hinweistafeln aufgestellt werden."

(KURIER) Erstellt am
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