Groiß (r.) mit Waldviertler Wirtschaftsbund-Kollegen

© KURIER/Gilbert Weisbier

Waldviertel
06/03/2016

Forderung: "Verwaltungsjobs von Stadt auf Land verlagern"

Nationalrat Groiß will Benachteiligung des ländlichen Raumes nicht länger hinnehmen

von Gilbert Weisbier

Nicht weniger als eine Job- und Geld-Umverteilung zugunsten des bisher benachteiligten ländlichen Raumes forderte der Waldviertler ÖVP-Nationalrat Werner Groiß am Donnerstag im Rahmen eines Treffens der Waldviertler Wirtschaftsbund-Bezirksobleute.

"Die Regierung von Bayern verteilt mehrere tausend Verwaltungsjobs aus München auf den ländlichen Raum. Das wäre auch bei uns sinnvoll", erzählt Groiß. Und nennt als ein gelungenes Beispiel das Finanzamt Hollabrunn, das durch die Zuteilung überregionaler Arbeiten aufgewertet worden sei. "Mit dem Internet ist der Standort nicht wichtig. Ähnliches könnte auch das Bundesheer in Allentsteig", findet Groiß.

Aber es geht ihm auch ums Geld: "Das Waldviertel bekommt beim Finanzausgleich rund 40 Prozent weniger als Wien. Die bisher angewandte und seit ihrem Entstehen nur minimal angepasste Regelung entstand als Unterstützung für Städte, die im Krieg besonders beschädigt wurden. Ich gehe davon aus, dass die inzwischen wieder aufgebaut sind." Er erwartet aber zähe Verhandlungen: "Weil die Städte beispielsweise mit ihren Leistungen für Kultur argumentieren werden. Die haben wir auch und stellen dazu Luft und Boden", sagte Groiß. Bekämen die Gemeinden mehr Geld (er schätzt für das Waldviertel 40 Millionen Euro im Jahr) so würde das regionale Betriebe stärken und wachsen lassen.

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