Martin und Doris Steiner (links) arbeiten ständig daran, das Angebot zu erweitern.

© KURIER/Patrick Wammerl

Sollenau
10/28/2014

Fleischspezialitäten und Partyservice

Blutwurst-Weltmeister kann mit einer langen Liste an Auszeichnungen aufwarten.

Stolz verweist Hausherrin Doris Steiner auf eine ellenlange Liste an Auszeichnungen. 2004 wurde ihr Fleischereifachgeschäft in Sollenau mit dem hauseigenen Rezept des Großvaters Blutwurst-Weltmeister, im Jahr 2009 wurde der Betrieb zum schönsten Verkaufslokal gekürt. Die Geschichte der Fleischerei reicht bis 1964 zurück, heute führen Doris, Ehemann Franz und Sohn Martin die Firma mit 14 Mitarbeitern bereits in zweiter Generation.

Ein Blick in die fein sortierte Kühlvitrine bestätigt, was Doris Steiner beim Rundgang erzählt. "Die klassische Fleischerei hat sich gewandelt. Es gibt viel mehr Angebot, zum Beispiel Fleischstrudel sind bei uns sehr beliebt. Früher ist ein Leberkäse im Fett geschwommen, heute versucht man so fettarm wie möglich zu produzieren."

Die Steiners sind Mitbegründer des Schneeberg-Landschwein-Vereins. Dabei müssen vom Züchter, Schlachtbetrieb und Verarbeiter strenge Qualitätskriterien eingehalten werden.

Mit seinem riesigen Sortiment ist der Laden in Sollenau nicht nur eine beliebte Anlaufstelle für Fleischliebhaber. Neben Käse, Brot, Semmeln, Obst und Gemüse gibt es in der Fleischerei auch Getränke und einige warme Speisen. Ein wichtiges Standbein ist auch das Catering und der Partyservice. "Uns ist keine Feier zu klein und keine zu groß", sagt Doris Steiner. Geliefert werden neben belegten Brötchen, Salaten, Wurstplatten und Grillspezialitäten auch ganze Spanferkel.

Der KURIER besuchte den "Blutwurst-Weltmeister" Franz Dormayer, einen Ritter der "Blunzn".

Stolz auf den beliebten Backshop

"Alles, was man zum Leben braucht, kann man bei uns auch bekommen", strahlt Manuela Weist, seit rund sieben Jahre Inhaberin der ENI-Tankstelle samt Lebensmittelgeschäft, Bistroecke und Trafik in Hadersdorf im Bezirk Krems. Die aus dem deutschen Sachsen stammende Frau hat sich wunderbar eingelebt und fühlt sich im Ort gut aufgenommen.

Mit dreieinhalb Vollmitarbeitern schafft sie es, während der Woche von sechs bis 22 Uhr und an Sonn- und Feiertagen immerhin ab sieben Uhr früh offen zu halten.

"Dass wir selber ganz frisch backen, ist sicher ein Grund, warum die Leute sehr gern kommen. Die einen frühstücken gleich bei uns, die anderen nehmen das Gebäck mit nach Hause. Wir haben ja auch frische Croissants und Süßspeisen", erzählt Weist.

Was sie auch oft erlebt: "Wenn Leute am Sonntag aus dem Urlaub heim kommen, ist der Kühlschrank meistens leer. Wir haben eine große Auswahl an Lebensmitteln und Gefrierprodukten, außerdem viele Sorten alkoholische Getränke, da ist für jeden etwas dabei", erzählt die Inhaberin. Außerdem würden viele Berufskraftfahrer bei ihr mittags oder abends Station machen und sich beispielsweise eine Pizza warm machen lassen.

Nahversorger seit 800 Jahren

Das Gasthaus "Zum goldenen Kreuz" blickt bereist auf eine lange Vergangenheit zurück. 1208 erstmals erwähnt, war die Stube immer wieder ein Anziehungspunkt für Reisende, erklärt Dorfwirt David Suranyi. Jahrhundertelang führte eine der wichtigsten Handelsrouten, die Salzstraße, vorbei. Doch während die Gaststuben rundherum zugesperrt haben, hat sich das "Goldenes Kreuz" bis heute gehalten.

Seit mehr als einem Jahr führt der 55-Jährige nun das Geschäft. Das Ambiente blieb in der nostalgischen Form erhalten. Kleine Adaptierung hat Suranyi dennoch vorgenommen. "Für mich ist wichtig, dass Traditionen gepflogen werden." Kulinarisch setzt er deshalb auf eine saisonale Küche. Derzeit dominieren Wildgerichte und Kürbis.

Das Lokal sieht der ehemalige Werbefachmann aber auch als Kommunikationszentrum. Deshalb möchte er das Wirtshaus für Junge wieder attraktiv machen. Als erster Schritt wurde die alte Kegelbahn aktiviert.

Und ab dem kommenden Frühjahr wird das Wirtshaus mit einer kleinen Greißlerei erweitert. Schließlich ist direkt im Ort kein Nahversorger mehr vorhanden, was vor allem die Älteren schmerzt. "Die Leute sollen bei mir das Notwendigste bekommen."

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