Chronik | Niederösterreich
14.12.2011

Feuerwehr rettet bewusstlose Kinder

Perchtoldsdorf: Drei Geschwister erlitten beim Austritt von Gas eine Kohlenmonoxidvergiftung.

Wir fühlen uns nicht als Helden. Ich habe selbst drei Kinder und kann nur mit der Familie mitfühlen“, sagt Franz Jezek, Kommandant der Feuerwehr Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling) bescheiden. Dabei ist es ihm und seinen Kameraden Leopold Nigl junior, Siegbert Markfelder sowie Gernot Schuster zu verdanken, dass ein Zwischenfall in der Nacht zum Mittwoch mit einer defekten Gastherme nicht zu einer Katastrophe und zum Tod von drei Kleinkindern führte.

Die dreijährigen Zwillinge Anna und Sophie und ihr fünfjähriger Bruder Niklas saßen in der Badewanne, als ihnen plötzlich schlecht wurde. „Ich wusste überhaupt nicht, was los war. An die Gastherme im Badezimmer habe ich gar nicht gedacht und zu langsam reagiert“, erzählt Mutter Ulrike S.. Die Frau trug ihre schwer atmenden Sprösslinge ins Kinderzimmer und verständigte die Einsatzkräfte.

Kurz danach war die Feuerwehr vor Ort. Schon im Stiegenhaus schlug das Gasmessgerät auf Kohlenmonoxid an. Mit Atemschutz stürmten die Männer in die Wohnung. Im Kinderzimmer stellten sie entsetzt fest, dass die Kleinen nicht schliefen, sondern bewusstlos waren. Die Feuerwehrleute brachten sie sofort hinaus. Markfelder: „Uns war klar, dass sie Sauerstoff brauchen.“ Alle drei wachten wieder auf. Eine Nacht mussten sie im Spital bleiben. „Allen geht es wieder gut. Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk“, sagt Ulrike S.