Feuerbestattung stark im Kommen
Feuerbestattung stark im Kommen
09/19/2012

Feuerbestattung stark im Kommen

Der Plan, in derBezirkshauptstadt ein Krematorium zu errichten, stört Anrainer. Sie bangen um ihre Ruhe.

Unsere Stadt wuchs innerhalb der vergangenen zehn Jahre um 28,7 Prozent. Mehr Bürger bedeuten auch mehr Tote – also auch mehr Begräbnisse.“ Kurt Burghardt, der Bürgermeister von Gänserndorf, muss sich auch um „seine“ Toten kümmern. Im Gänserndorfer Friedhof gibt es bald kein freies Platzerl mehr. Also ist eine Erweiterung des Friedhofs angesagt. Und: Auch der Bau eines Krematoriums wird ins Auge gefasst. Dort könnten auch Tote aus anderen nö. Bezirken und auch aus Wien eingeäschert werden, da dort die Kapazität der Feuerhalle inzwischen an ihre Grenzen angelangt ist.

Für die Agenda „Friedhof“ und „Feuerhalle“ ist Vizebürgermeister Josef Daubek zuständig. Der sagt: „Wir möchten den Friedhof um rund 13.000 Quadratmeter erweitern. Vom Land haben wir bereits grünes Licht dafür.“

Zwei Probebohrungen hätten ergeben, dass durch die Erdbestattungen keinerlei Gefahr für das Grundwasser bestehe. Ein entsprechender Bescheid liege der Stadtverwaltung vor. Auch ein nahes Brunnenschutzgebiet, das Trinkwasser für die Bewohner der rasant anwachsenden Bezirksmetropole liefert, soll durch die Friedhofserweiterung nicht beeinträchtigt werden.

Verfolgt wird der Plan, ein Krematorium zu errichten, von Gerfried Redlich, einem Bestatter aus dem benachbarten Matzen. Laut Redlich liegen Feuerbestattungen im Trend: „Die Menschen werden mobiler, viele Familien brechen auseinander und viele sehen sich nicht mehr in der Lage, Gräber regelmäßig zu pflegen.“

Dazu komme, das bestätigen so gut wie alle Bestatter, dass viele Menschen mit den üblichen Begräbniszeremonien nicht mehr viel anfangen können.

Die Bedenken der Anrainer, dass sich in Gänserndorf eine Art Krematoriums-Tourismus entwickeln könnte, zerstreut Bestatter Redlich: „Sicher ist es so, dass für den Fall, dass das Krematorium Realität wird, nicht nur Gänserndorfer dort kremiert (eingeäschert) werden. Aber der Bau eines Krematoriums ist an sehr hohe Umweltauflagen gebunden.

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