„Felsenregen“ ging auf Parkplatz nieder

© Bernert Martin

„Felsenregen“ ging auf Parkplatz nieder
09/17/2012

„Felsenregen“ ging auf Parkplatz nieder

Eine fehlgeleitete Sprengung verursachte großen Sachschaden. Nur durch Glück wurde niemand verletzt.

Ein Knall, wenige Sekunden später prasseln Gesteinsbrocken in der Größe von Tennisbällen auf einen Parkplatz. So geschehen am Wochenende im St. Andrä-Wörderner Ortsteil Greifenstein, Bezirk Tulln.

Die Vorgeschichte: In einem Greifensteiner Steinbruch musste ein riesiger Felsbrocken durch eine Sprengung zerkleinert werden. Der rund 50 große und bis zu 500 Tonnen schwere Fels drohte abzurutschen und stellte eine Gefahr für die Arbeiter des Steinbruchs dar. Durch gezielte Sprengladungen sollte der Brocken in transportable Einzelteile geteilt werden.

Die Sprengung wurde Samstagnachmittag gegen 16.15 Uhr von drei Sprenggruppen des NÖ-Landesfeuerwehrverbands durchgeführt; allesamt erfahrene Sprengstoff-Experten, wie Feuerwehr-Sprecher Franz Resperger versichert.

Drei Bohrlöcher wurden in den Felsen getrieben, eine weitere Sprengladung rund 1,7 Meter unter dem Gesteinsbrocken im Erdreich deponiert. Was die Experten nicht wussten: Der Granit-Brocken war nicht massiv, sondern hatte in seinem Inneren größere Hohlräume.

Da die Sprengladungen für einen massiven Felsen berechnet waren, fiel die Detonation viel zu heftig aus. Tennisball-große Steine flogen 150 Meter weit durch die Luft und landeten jenseits der Landesstraße und der Gleise der Franz-Josefs-Bahn auf dem Parkplatz der Party-Location Strombauamt.

Sieben Autos beschädigt

Dort wurden sieben Autos von den Steinen beschädigt – bei zwei Pkw waren die Einschläge so heftig, dass das Blech glatt durchschlagen wurde. „Großes Glück, dass sich keine Personen auf dem Parkplatz aufgehalten haben“, sagt ein Polizeibeamter. Der Schaden wird auf rund 5000 Euro geschätzt.

Feuerwehr-Sprecher Franz Resperger bedauert den Vorfall: „Das tut uns leid, die Feuerwehr wird für den Schaden aufkommen.“

Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Gefährdung durch Sprengmittel.

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