Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Fall Kührer: Suche nach altem Auto

Die Kleinarbeit in Labors und am Tatort läuft auf Hochtouren. Ein DNA-Test belegt endgültig die Identität des gefundenen Skelettes.

Jetzt liegt es Schwarz auf Weiß vor: Ein DNA-Test der Gerichtsmedizin Innsbruck bestätigt nun, dass es sich bei dem gefundenen Skelett um die seit fünf Jahren vermisste Julia Kührer handelt. "Die Abklärung ist jetzt zweifelsfrei", erklärt Karl Schober von der Staatsanwaltschaft Korneuburg. Bislang ließ nur ein Kieferabdruck diesen Rückschluss zu.

Die Tatortarbeit am Grundstück in Dietmannsdorf 3, wo in einem Keller die verkohlten Skelett-Teile entdeckt worden waren, laufen auf Hochtouren. Der Grundstückseigentümer, Michael K., 49, gilt weiterhin als "dringend tatverdächtig" für die Staatsanwaltschaft und die Ermittler. Unter die Lupe könnte auch ein schon entsorgtes Fahrzeug von Michael K. genommen werden. "Das ist ein Thema", bestätigt Schober dem KURIER. Mehr verrät er nicht.

"Jetzt läuft die kriminalistische Kleinstarbeit an", erzählt Schober. Gerichtsmediziner in Innsbruck und Wien arbeiten mit "sensiblen Methoden" daran, den Todeszeitpunkt und die -ursache festzustellen. Eine Knochenanalyse könnte Aufschluss geben, ob tatsächlich Drogen im Spiel waren. Die Staatsanwaltschaft wird demnächst gegen die Enthaftung von K. Beschwerden einlegen.

"Darauf warten wir. Es gibt derzeit keinen Anlass, sich zu äußern", erklärt K.s Anwalt, Farid Rifat.

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