Paradise-Festival Falkenstein

© Michaela Reibenwein

Falkenstein
07/17/2013

Nach Drogen-Debakel denkt Party-Chef über Ortswechsel nach

Das Paradise-Festival ist nach den Ecstasy-Eskapaden derzeit Gesprächsthema Nummer 1 im nördlichen Weinviertel.

von Stefan Straka

Die Polizei hat ihren Job gemacht und Bilanz gezogen: 13 mutmaßliche Drogendealer – doppelt so viele wie im Vorjahr – wurden von Donnerstag bis Sonntag auf dem Paradise Festival aus dem Verkehr gezogen. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Der Veranstalter weist jeglichen Zusammenhang mit der Entwicklung zurück und holt zum Gegenschlag aus. Die Veranstalter und deren Besucher würden sich von der Vorgangsweise der Exekutive diskriminiert fühlen. Die Bevölkerung im Ort ist nach dem Drogen-Debakel gespalten. Die eine Seite lehnt das Musik-Spektakel grundsätzlich ab, andere machen sich für ein Veranstaltung 2014 stark.

Nur wenige trauen sich offen ihre Meinung sagen. „Bis nach England kennen’s uns durch das Festival Falkenstein“, sagt ein Winzer in der Kellergasse, der seinen Namen nicht verraten will. Der alte Mann steht aber zu den Kiffern im Steinbruch: „Lauter freundliche Leut.’“ Mediziner Günter Spindler sieht es locker:„Der Veltliner ist legalisiert und die Rauchen halt a’ bisserl was.“ Auch eine dreifache Mutter will unerkannt bleiben: „Es gibt Leute, die dafür sind und welche, die dagegen sind.“ Dass ihre Kinder bei dem Festival mit Drogen in Berührung kommen, glaubt die Frau nicht: „Schwarze Schafe gibt es überall. Das kann man bei der Polizei schon nicht mehr hören.

Veranstalter Andreas Göltl dreht den Spieß um. „Wir sehen das nicht als Drogen-Fest.“ Von den Dealern distanziert sich der Manager „Das sind nicht die Leute, die wir haben wollen.“ Außerdem hätte die Polizei über Gebühr kontrolliert. Der Polizei-Aufmarsch hätte viele Besucher abgeschreckt. Ob es ein sechstes Festival im Steinbruch gibt, steht für Göltl in den Sternen. „Wir überlegen, ob wir das nochmals machen, wenn man so diskriminiert wird.“

Bürgermeister Leopold Richter beurteilt die Arbeit der Polizei als „gut“. Für das Festival sei noch nicht aller Tage Abend. „Es gibt eine Besprechung und eine Analyse und da werden alle Für und Wider abgewogen.“

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