Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

F

Welchem Wert entsprechen 100 Grad Fahrenheit auf der Celsius-Skala und welche Bedeutung hat der Frühling in der Meteorologie?

Fahrenheit-Skala

Die von dem Danziger F. D. Fahrenheit (1686-1736) festgelegte Thermometer-Skala, bei der der Gefrierpunkt des Wassers mit 32, der Siedepunkt mit 212 Grad bezeichnet ist. Der Bereich vom Eis- bis zum Siedepunkt ist also in 180 Grad eingeteilt. 0 Grad Fahrenheit entsprechen minus 17,8 Grad Celsius, 100 Grad Fahrenheit sind 37,8 Grad Celsius.

Fallböe

Plötzlich auftretender starker Abwind, der räumlich begrenzt auftritt und nur von kurzer Dauer ist. Vom Flugzeug aus wird die Fallböe als Luftloch bemerkt. Eine Sonderform der Fallböe ist die Gewitterböe, die am Rande einer Gewitterzelle auftreten und größere Schäden verursachen kann. Fallböen treten auch in Schauerwolken auf.

Fallgeschwindigkeit

Die Fallgeschwindigkeit von Wolkenteilchen (also Wassertropfen oder Eisnadeln) hängt von deren Größe ab. So haben Tropfenradien von 2 Millimetern eine Fallgeschwindigkeit von 8 m/s, von 1 mm 6 m/s und von 0,1 mm 70 cm/s. Ein entsprechend starker Aufwind kann alle Tropfen in der Atmosphäre schwebend halten.

Fallwind

Wind, der auf der Leeseite von Gebirgen trocken und erwärmt als Föhn abfällt. Er kann aber auch von kalten Hochflächen als kalter Fallwind (Bora) in ein wärmeres Gebiet stürmisch abfließen.

Fata Morgana

Durch Luftspiegelung werden Bilder von Gegenständen erzeugt, die in dieser Form und an diesem Ort nicht vorhandenen sind. Diese optische Täuschung wird besonders häufig über Wüsten und Meeren beobachtet.

Feuchtigkeit

Gehalt der Luft an Wasserdampf. Man unterscheidet zwischen der absoluten Feuchtigkeit (Gramm Wasserdampf pro Kubikmeter), der relativen Feuchtigkeit (Verhältnis vom vorhandenen zum größtmöglichen Wasserdampfgehalt der Luft) und der spezifischen Feuchtigkeit (Gramm Wasserdampf pro Kilogramm feuchter Luft).

Feuchttemperatur

Die Feuchttemperatur wird mit einem künstlich feucht gehaltenen Thermometer zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit gemessen.

Firn

Über mehrere Jahre durch häufiges Schmelzen und Wiedergefrieren körnig gewordener Schnee im Hochgebirge, der bei fortschreitender Verfestigung zu Firneis und schließlich zu Gletschereis wird.

Flugwetter

Das Flugwetter enthält die Parameter Sicht, Wolken, Nebel, Niederschlag, Gewitter und Wind.

Flüssigkeitsbarometer

Klassische Form des Barometers. Ein U-förmiges Rohr wird genau mit 760 mm Quecksilber. Dieses Rohr besitzt ein offenes und ein geschlossenes Ende. Zwischen dem geschlossenen Ende und der Quecksilbersäule wird ein Vakuum erzeugt. Der Luftdruck wirkt auf das offene Ende und schiebt das Quecksilber in unterschiedlicher Stärke in das Vakuum. Auf einer dort angebrachten Skala lässt sich dann der Luftdruck ablesen.

Flussnebel

Wenn kalte Luft über wärmeres Wasser streicht, entsteht der sogenannte Flussnebel. Diese werden besonders häufig im Herbst und im Winter beobachtet.

Föhn

Der bekannteste unter den warmen Fallwinden ist der Föhn, auf der Alpennordseite. Ursache für seine Entstehung ist eine bestimmte Luftdruckverteilung: hoher Luftdruck südöstlich der Alpen und tiefer Luftdruck über Westeuropa. Es bildet sich dann bis in große Höhen eine südliche bis südöstliche Strömung, die dann bei Überquerung des Alpenkamms bis in die Täler vordringen kann. Diese Strömung kennzeichnet ein warmer und trockener Charakter.
Weitere markante Föhnwinde: Chinook (Ostflanke der Rocky Mountains), Zonda (Ostabhang der südamerikanischen Anden, vor allem Argentiniens) und die Santa-Ana-Winde (Südkalifornien).

Föhnwolke

Eine Föhnwolke (lat. Altocumulus lenticularis) ist eine mittelhohe Wolke, die in 3000 - 6000 m Höhe vorkommt. Sie haben ein gleichmäßiges, linsenförmiges Aussehen.

Freie Atmosphäre

Höhere Luftschichten ab 1000 m, die nicht mehr den Bodeneinflüssen unterliegen.

Front

Wenn kalte und warme Luft zusammentreffen, vermischen sie sich nicht sofort, statt dessen schiebt sich die schwerere Kaltluft keilförmig unter die leichtere Warmluft und hebt diese an. Die Grenze zwischen diesen beiden Luftmassen ist ziemlich scharf und wird "Front" genannt.

Frontgewitter

Sie entstehen an Kaltfronten und ziehen oft viele Kilometer über das Land, im Gegensatz zu den "Wärmegewittern", die bei starker Tageserwärmung nur örtlich entstehen.

Frost

Bei Frost unterscheidet man zwischen drei Arten: leichter Frost bei Temperaturen von 0 bis - 5° Celsius, mäßiger Frost von - 5 bis - 10 Grad Celsius und strenger Frost bei Temperaturen unter - 10 Grad Celsius.

Frostaufbruch

Ursache ist die physikalische Tatsache, dass sich Wasser beim Gefrieren ausdehnt. Aus 10 Litern Wasser werden etwa 11 Liter Eis. Mit Wasser durchtränkter Untergrund kann daher bei Gefrieren sogar Straßendecken anheben. Deren Tragfähigkeit versagt aber erst dann, wenn das Eis darunter schmilzt und nur gelockertes Erdreich zurückbleibt. Aus dem gleichen Grund kommt es im zeitigen Frühjahr zur Auflockerung des Ackerbodens und zu Verwitterungserscheinungen an Fels und Gestein.

Frostgare

Durch Sprengwirkung des Eises herbeigeführte Lockerung und damit erwünschte Verbesserung des noch nicht besäten Ackerbodens.

Frostklimate

Hier bleibt die Mitteltemperatur des wärmsten Monats unter 10 Grad Celsius und es wachsen keine Bäume mehr. Die subpolaren Tropen Sibiriens, Lapplands und Kanadas sind typische E-Klima-Regionen. Auch im Hochgebirge oberhalb der Baumgrenze herrscht E-Klima.

Frosttag

Unter Frosttagen verstehen Wetterkundler Tage, an denen die Lufttemperatur in 2 Meter Höhe zeitweise unter 0 Grad Celsius sinkt. Ein solcher Tag wird auch Frostwechseltag genannt. Berlin beispielsweise hat durchschnittlich 88 Frosttage im Jahr.

Frühling

Jahreszeit mit Vegetationsbeginn nach der Winterruhe. Astronomisch versteht man darunter die Zeit von der Tag- und Nachtgleiche im Frühjahr bis zum Sonnenhöchststand (auf der Nordhalbkugel 21. März bis 21. Juni). Meteorologisch gesehen handelt es sich um die Zeit vom
1. März bis 31. Mai, während in der Phänologie die Zeit von der Apfelblüte bis zur Holunderblüte gemeint ist.