Chronik | Niederösterreich
20.09.2017

Explosion in Einfamilienhaus bei Hollabrunn

Trümmer seien 100 Meter weit geflogen. Das Objekt wurde zerstört, die Ursache der Explosion war vorerst unklar. Verletzte Frau wurde in Spezialklinik geflogen.

Eine Explosion hat am Mittwochvormittag in Aspersdorf in der Gemeinde Hollabrunn ein Einfamilienhaus völlig zerstört. Nachbarn hätten einen "Riesenknall" wahrgenommen, berichtete Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Trümmer des Objektes seien bis zu 80 Meter weit geflogen. Eine 37-jährige Frau wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der Lebensgefährte war zum Unglückszeitpunkt nicht daheim.

Die Explosion hatte sich gegen 9.45 Uhr in einer kleinen Siedlung der Ortschaft ereignet. Nachbarn hätten umgehend die Feuerwehr alarmiert, teilte Resperger mit. Beim Eintreffen der ersten Helfer schlugen noch Flammen aus dem völlig zerstörten Objekt.

Die verletzte Frau stand unter Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht. Zunächst war nicht klar, ob sie sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Haus oder im Garten aufgehalten hatte.

Wie Feuerwehrsprecher Franz Resperger zu Mittag mitteilte, dürfte sie doch nicht so glimpflich davongekommen sein wie urpsrünglich angenommen, sondern schwere Verbrennungen erlitt haben. Die Frau wurde demnach mit einem Notarzthubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Sie sei ansprechbar gewesen.

Die Ursache der Explosion blieb vorerst unbekannt. Gas scheide aus, so Resperger. Der Grund: Das Objekt verfüge über keinen Gasanschluss. Bei Messungen durch die Feuerwehr und EVN sei jedoch Gas in der Kanalisation festgestellt worden. Der Absperrbereich um die Unglücksstelle sei daraufhin erweitert worden.

Nach der Explosion sei umgehend der gesamte Straßenzug evakuiert und von der EVN vom vorbeiführenden Gas-Netz genommen worden, teilte das Bezirksfeuerwehrkommando Hollabrunn mit. Insgesamt sechs Atemschutztrupps hätten die Flammen rasch unter Kontrolle gebracht. Letztlich standen sechs Feuerwehren mit 52 Mann in Aspersdorf im Einsatz.

Der Knall bei der Explosion in dem Einfamilienhaus sei kilometerweit wahrgenommen worden. Die schwer verletzte Frau habe vor dem Abtransport ins Krankenhaus noch angegeben, dass sich niemand mehr in dem völlig zerstörten Objekt befinde. Ihr Hund erlitt ebenfalls schweren Verbrennungen und wurde in eine Tierklink gebracht.

Bei der Explosion seien ganze Mauerteile meterweit durch die Luft geflogen, berichtete die Feuerwehr weiter. Die Ursache der Explosion wird durch Kriminalisten ermittelt. Laut dem Bezirksfeuerwehrkommando waren in Aspersdorf auch vier Fahrzeuge des Roten Kreuzes, der Notarzthubschrauber "Christophorus 2", fünf Streifen der Polizei sowie Mitarbeiter der EVN aufgeboten.