Chronik | Niederösterreich
09.08.2017

Erwin Pröll: Krücken statt Großglockner

Der Alt-Landeshauptmann kam vergangenes Wochenende mit seinem Fahrrad zu Sturz.

Niederösterreichs Alt-Landeshauptmann Erwin Pröll,70, wird heuer nicht auf den Großglockner fahren. Am vergangenen Wochenende kam er bei einer Radtour so schwer zu Sturz, dass er jetzt sechs Wochen lang mit Krücken gehen muss.

Die für Ende August geplante Glockner-Tour fällt damit aus.

Dem KURIER erzählte der Polit-Pensionist, dass er heuer auf dieses Ziel hintrainiert habe. „Ich war schon sehr gut drauf und war in meiner Altersklasse Sechster beim Wachau Radmarathon“.

Mehr als 2000 Kilometer hatte Pröll am Rad bereits abgespult. Am vergangenen Samstag wollte er zur Vorbereitung noch eine Radtour durch das Waldviertel absolvieren. Nachdem er das Kamptal und den Manhartsberg beradelt hat, befand er sich bereits unmittelbar vor Radlbrunn, also seinem Heimatort. „Dort mündet der Radweg in die Bundesstraße. Weil es Querverkehr gab, bin ich stehen geblieben“. Prölls Pech war, dass er mit den Füßen nicht aus den Pedalen kam und umfiel. Pröll war nämlich mit seinem Bergrad unterwegs, das er seltener nimmt.

Der Alt-Landeshauptmann verspürte sofort Schmerzen im linken Becken und saß am Straßenrand. Zum Glück bemerkte eine Autofahrerin seine Notlage und blieb stehen. Im Krankenhaus Horn wurde ein Beckenpfannen- und Schambeinbruch diagnostiziert. Pröll erhielt keinen Gips – „das muss jetzt zusammen wachsen“ – aber Krücken. Obwohl er jetzt noch große Schmerzen hat, denkt der Alt-Landeschef daran, möglichst bald wieder auf das Rad zu steigen.

Heuer wird das aber nur mehr auf dem Hometrainer gehen.