Erleichterung bei Baufirma: Geld für Donau-Ressort fließt

Tulln / St. Pölten – Die St. Pöltner Firma Traisenbau hat ihre Kontobewegung genau im Auge. Wochenlang wartete sie nach dem getätigten Abriss der alten Feuerwehrschule in Tulln auf 186.000 Euro. Jetzt bewegt sich etwas.

Auf dem Gelände soll ein Hotel entstehen – ein 17 bis 18 Millionen Euro-Projekt unter dem Namen Donau-Ressort. Weil von der Schweizer Errichter-Gesellschaft SREC lange kein Geld für den vergleichsweise billigen Abriss geflossen ist, hat die Traisenbau Anzeige wegen Verdachts des Betruges eingebracht. Nun gibt es ein erstes Aufatmen. Die erste Tranche ist eingelangt, bestätigt Traisenbau. Wie viel, will man allerdings nicht sagen. Man rechnet heute mit der Begleichung des Restbetrags. „Wenn das passiert ist, werden wir die Anzeige zurückziehen“, erklärt Geschäftsführerin Christine Kürzel.

Doch so einfach ist die Sache nicht: Die Mühlen der Justiz können nicht auf Zuruf gestoppt werden. „Betrug ist ein Offizialdelikt, das wir verfolgen müssen, wenn wir Kenntnis davon erlangen“ erklärt Michaela Obenaus, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft St. Pölten. „Eine Anzeige kann man da nicht so einfach zurückziehen.“ Derzeit ermittelt das Landeskriminalamt NÖ. Vom Erhebungsergebnis wird es abhängen, ob das Verfahren allenfalls eingestellt wird, sollte Betrugsabsicht nicht nachweisbar sein.

( Kurier ) Erstellt am 09.01.2012