Chronik | Niederösterreich
22.12.2017

Erhebliche Lawinengefahr in Teilen Niederösterreichs

Stufe "3" der fünfteiligen Skala ist im Ybbstaler und den Türnitzer Alpen sowie im Rax-Schneeberggebiet augerufen worden. Kettenpflicht gilt auf vier Strecken.

In Niederösterreich herrschte am Freitag zum Teil erhebliche Lawinengefahr. In den Ybbstaler und Türnitzer Alpen sowie dem Rax-Schneeberggebiet über der Waldgrenze galt Stufe "3" der fünfteiligen Skala. Im Semmering-Wechselgebiet war das Risiko laut Warndienst Niederösterreich gering, in den restlichen Regionen mäßig. Die Lawinengefahr soll in den kommenden Tagen teils erheblich bleiben.

Spontane Nassschneelawinen

Über der Waldgrenze sei das Hauptproblem der Triebschnee. Zum Teil reiche bereits eine geringe Zusatzbelastung aus, um ein Schneebrett auszulösen. "Risse in der Schneeoberfläche und Wumm-Geräusche sollen als Gefahrenzeichen gedeutet werden", hieß es. Unter der Waldgrenze werde die Schneedecke durch Feuchte immer schwerer und instabiler. Hier müsse aus steilen Hängen mit kleinen, spontanen Nassschneelawinen gerechnet werden. Auch Verkehrswege und Infrastruktur könnten betroffen sein, wurde gewarnt. Am Samstag steige bei Regen die Wahrscheinlichkeit von spontanen Nassschneelawinen.

Kettenpflicht bestand am Freitag für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen im südlichen Niederösterreich auf der B20 über Annaberg und Josefsberg, der B21 über Ochsattel, Rohrersattel und Gscheid, der B23 über Lahnsattel und der L5217 von Kirchberg bis Lilienfeld. Abschnittsweise war mit glatten Straßen zu rechnen, im Raum Blindenmarkt und Haag (Bezirk Amstetten) sowie in Scheibbs herrschte stellenweise Bodennebel mit Sichtweiten von 50 bis 100 Metern.