Ex-SP-Landesrat stimmt für Pröll

Initiative Niederösterreich: Emil Schabl, Erwin Ha…
Foto: Julia Schrenk Für Pröll: Schabl, Hameseder, Glatz-Kremsner, Konrad, Perner, Klestil.

Initiative: Prominente unterstützen Wiederwahl Prölls - darunter auch Emil Schabl.

Dass Niederösterreich zu dem wurde, was es heute ist, liegt an Erwin Pröll.“ Das sagte Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin der Österreichischen Lotterien, in ihrer Funktion als Obfrau der „Initiative Niederösterreich“.

Am Mittwoch trat das Personenkomitee für Landeshauptmann Erwin Pröll an die Öffentlichkeit. An der Spitze des Vereins stehen neben der Lotterien-Chefin Raiffeisen-Boss Erwin Hameseder (er lobte die „kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Entwicklung“ des Landes) und sein Vorgänger Christian Konrad („Die letzten 20 Jahre mit Erwin Pröll waren die erfolgreichsten des Landes“).

Auch der frühere SPÖ-Landesrat Emil Schabl – er wurde 2010 aus der Partei ausgeschlossen – läuft „aus vollster Überzeugung“ für Pröll. Schabl: „Ich werde immer ein Sozialdemokrat bleiben.“ Sein Kreuzerl sei aber für Pröll „reserviert“.

Die Psychoanalytikern Rotraut Perner – 15 Jahre lang SPÖ-Mandatarin – befindet sich auch im Pröll-Lager: „Er ist ein Politiker, wie ich es mir vorstelle.“ Thomas Klestil junior, Chirurg in Baden, ist ebenfalls Pröll-Fan, genauso Schauspielerin Marianne Mendt und Fußballer Andi Herzog. Finanziert wird der Verein über Spenden und Sponsoren. Von den Lotterien gebe es kein Geld, betonte Glatz-Kremnser. Raiffeisen-Chef Hameseder schloss Spenden nicht aus.

Knapp vor der Intensivphase des Wahlkampfes erleidet die FPÖ im Waldviertel einen Rückschlag. Ein Großteil der Gmünder FPÖ-Spitze ist zurückgetreten. Die Funktionäre beklagen, ihr Bezirk sei auf der blauen Landesliste unterrepräsentiert. Die fünf zurückgetretenen Mandatare werden in Schrems, Litschau und Kirchberg als wilde Gemeinderäte weiter arbeiten. „Wir sind nicht bei ,Wünsch dir was‘. Die Mandate werden streng über das ganze Land verteilt“, argumentiert der scheidende Landtagsmandatar Benno Sulzberger.

Quasi rechtzeitig zum aktuellen Wahlkampf wurde nun ein Rechtsstreit zwischen Rot und Schwarz entschieden, der noch auf den letzten landesweiten Urnengang zurückreicht. Nach den Gemeinderatswahlen 2010 hatte nämlich die ÖVP SPÖ-Chef Sepp Leitner in Inseraten heftig kritisiert, woraufhin dieser klagte. Nach einem Lauf durch alle Instanzen wies nun auch der Oberste Gerichtshof (OGH) die Klage ab.

(kurier) Erstellt am
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