Chronik | Niederösterreich
05.04.2012

Einkaufszentrum bleibt das große Sorgenkind

Maria Enzersdorf – Intensive Gespräche um dringend benötigte Sanierung

Das in die Jahre gekommene Einkaufszentrum in der Südstadt harrt weiter einer Sanierung und Belebung. Im Hintergrund laufen derzeit intensive Gespräche. Auch ein neuer Eigentümer ist möglich.

Seit mehr als 40 Jahren gibt es das Einkaufszentrum. 2008 sprachen sich 83 Prozent der 3809 abgegebenen Stimmen bei einer Volksbefragung für ein neues „Südstadt-Zentrum“ aus. Die Gebäude sollten abgerissen werden und einem Park weichen. Am Parkplatz sollten neue Geschäfte entstehen. Die Gemeinde hätte dafür einen Grundtausch durchgeführt. Weil dann von Seiten des Eigentümers aber nichts passierte, rief Bürgermeisterin Traude Obner (VP) im März 2011 sogar zur Demonstration in der Südstadt auf: „Ich kann nicht mehr zuwarten, bis die Nahversorgung für die Südstadt zusammenbricht.“

Jetzt hat sich das Klima verbessert: „Gespräche mit dem Eigentümer, der ECO Business, sind im Gange. Grundsätzlich sind sich alle einig, dass etwas geschehen muss“, sagt Obner. Positiv ist zu vermelden, dass nun wieder ein Restaurant aufgesperrt hat. Für Obner ist klar, dass „die Struktur als Einkaufszentrum erhalten werden muss“. Hoffnung hat auch Andreas Stöhr von der Bürgerliste „Aktive“: „Leider ist das EKZ etwas herunter gekommen, der Zustand ist teilweise schlecht.“ Dass ein Verkauf im Raum steht, kann Stöhr nicht bestätigen, aber „es gibt Gerüchte“.

Das will auch Thorsten Mörk von ECO Business nicht abstreiten: „Es kann schon passieren, dass jemand das Einkaufszentrum kaufen will. Es gibt immer wieder Anfragen“, meint er vorsichtig.