Einbrecher ignorierte großen Hund

Auch der Münsterländer schreckte den Einbrecher nicht ab (Symbolbild)
Foto: dpa/dpaweb

Dreiste Einbrecher fürchten bei ihren Beutezügen in Eggenburg und Scheibbs offenbar weder Hunde noch Polizisten.

Der muss mich beobachtet haben", ist Anita Müller sicher. Nur für eine Viertelstunde hat sie ihr Einfamilienhaus in Eggenburg, Bezirk Horn, zum Einkaufen verlassen. Während sie bei der Rückkehr die Tür aufsperrte, sprang ein Einbrecher aus einem Fenster und flüchtete mit der Uhrensammlung ihres Mannes, Schmuck- und einer Münzsammlung in den angrenzenden Wald.

"Früher habe ich es genossen, dass unser Haus am Ende einer Sackgasse direkt am Waldrand steht. Jetzt fühle ich mich bedroht", sagt Müller. Sie habe bei der Gartenarbeit zuletzt ein Knacken im Wald gehört, wie das öfter vorkommt. "Da gehen ja auch Rehe herum. Aber ich bin sicher, der hat das Haus längere Zeit beobachtet und darauf gelauert, dass ich weg gehe, aber nicht damit gerechnet, dass ich so bald zurück komme", meint Müller.

Beeindrucken ließ sich der Täter, der durch ein gekipptes Fenster ins Haus gelangte, nicht einmal von einem großen Münsterländer-Hund, der sich im Garten aufhielt, aber eben zur freundlichen Sorte gehört.

Die alarmierte Polizei kam auch gleich mit einem Diensthund. Der verfolgte die Fährte des Täters durch den Wald bis zu einem Weg, wo er in ein Auto eingestiegen sein dürfte. Auf rund 15.000 Euro schätzt das Ehepaar Müller den Schaden. Unwiederbringlich verloren ist das Gefühl der Sicherheit, Geborgenheit in den eigenen vier Wänden. Jetzt überlegt das Ehepaar die Anschaffung einer Alarmanlage.

Scheinbar ohne Skrupel visieren unbekannte Einbrecher immer wieder einen Einkaufsmarkt in der Erlaufpromenade in Scheibbs an. Dies, obwohl sich nur 300 Meter entfernt die Scheibbser Polizeidienststelle befindet.

Donnerstag kurz nach 4 Uhr Früh war es wieder einmal so weit. Die unbekannten Täter knackten das Zylinderschloss einer Eingangstür auf der Südseite des Objekts. Im Inneren versuchten sie auch durch eine Gipswand in die Büroräume des Supermarkts einzudringen. Dieses Unterfangen scheiterte allerdings. In den Geschäftsräumen bedienten sich die Gangster dann reichlich. Sie packten eine Vielzahl von Zigarettenpackungen ein, und nahmen die Euro-Münzen aus den zwei Kassenladen mit. Auch Spirituosen, Toilettenartikel und Kaffeepackungen nahmen die Kriminellen mit. Der Schaden dürfte bis zu 5000 Euro betragen.

(kurier / Gilbert Weisbier, Wolfgang Atzenhofer) Erstellt am
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