Chronik | Niederösterreich
31.01.2012

Ein Weinort setzt ganz auf Qualität

„Weinkultur pur“ versprechen Weinbauern und Vereine, die den Weinort zum Ziel für anspruchsvolle Touristen machen möchten.

Wenn 2013 die Besuchermassen nach Poysdorf und Asparn an der Zaya zur Landesausstellung „Brot und Wein“ strömen, dann möchte sich der berühmte Weinort Falkenstein auch ein Scherzl davon abschneiden. Deshalb – und auch um den Ort für Besucher noch attraktiver zu machen, nimmt man Geld in die Hand, um bestehende Stärken noch mehr hervorzuheben, wie Johannes Stadler, der Obmann von „Tourismus und Innovation in Falkenstein“ (kurz: TIF) bei der Präsentation des Projekts betont: „Unsere Zielgruppe sind Weinliebhaber, die Hochqualitatives schätzen.“

Die Falkensteiner Weinbauern haben schon zu einer Zeit, wo anderenorts noch Masse statt Klasse zählte, hochqualitative Weine produziert, in dem sie ihre Weingärten ausgeizten, das heißt, die Anzahl der Trauben pro Weinstock stark reduzierten, um die Qualität der restlichen Weinbeeren zu heben.

Dass in Falkenstein ab heuer täglich mindestens ein Heuriger geöffnet hat – die Weihnachtsfeiertage ausgenommen – sei nur nebenbei erwähnt.

Weinkultur pur“ versprechen die neun Weinbaubetriebe, die zusammen mit drei ortsansässigen Vereinen und der Gemeinde „TIF“ gegründet haben. 163.000 Euro werden in die Hand genommen. 100.000 stammen aus diversen Förderungen, den Rest bringen die Mitglieder selbst auf.

Zum Fremdenführer wurde jener edle Vogel erkoren, der dem Ort vor rund 1000 Jahren seinem Namen gab: der Falke. Der Flug des Falken wird die Besucher bei ihren Streifzügen überall hin begleiten. Und: Ein Symbol des eleganten Vogels wird in und rund um Falkenstein immer dort anzutreffen sein, wo was los ist: Etwa bei den Rundwanderwegen oder beim Weinlehrpfad, beim geheimnisvollen Weingartenlabyrinth, das aber erst angelegt wird, natürlich bei der Burg, in der Kellergasse, bei Zimmervermietern, Heurigen, Gastronomen und den Weinbauern, die einen Ab-Hof-Verkauf bieten.

www.falkenflug.at