Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

Ein Riesling-Sekt vom Tausendsassa

Stefan Hajszans nächstes Projekt ist wieder sehr gelungen: Riesling Nussberg brut 2007

Der Wiener Winzer und Wirt Stefan Hajszan ist ein Hans Dampf in allen Gassen. Das Universitätsbräu im Alten AKH in Wien und das Wirtshaus zum Raxkönig lasten ihn offenbar noch nicht aus. Deshalb hat er vor zwei Jahren ein neues Weingut auf der Grinzinger Straße errichtet und bewirtschaftet mittlerweile 14 Hektar Weingärten mit hervorragenden Lagen. Mit seiner bio-dynamischen Philosophie hat er schon tolle Erfolge mit seinen Weißweinen erzielt. Nun hat er auch einen Sekt kreiert, der keine Wünsche offen lässt.

"Als ich die reifen Trauben gekostet habe und dann während der Vergärung ihre kühle Mineralik spürte, war mir klar, dieser Wein muss ein Schaumwein werden", begründet Hajszan seine Entscheidung, einen Riesling-Sekt zu keltern.

Der Riesling Nussberg Brut ist ein Lagen- und Jahrgangs-Sekt: Alle Trauben stammen von der Riede Weißleiten am Nussberg, Ernte 2007. Der Grundwein wurde in den Kellern des eigenen Weinguts vinifiziert. Für die Sektvergärung konnte Hajszan die renommierte burgenländische Sektkellerei Szigeti gewinnen. Dort wurde der herrlich saftige Riesling nach der traditionellen Methode mit ausgesuchter Champagnerhefe in der Flasche vergoren.

Kostnotiz

Das Resultat ist ein betörend erfrischender Schaumwein mit fruchtigen Riesling-Aromen wie Marille und Weingartenpfirsich, dazu etwas grüner Apfel. Am Gaumen klare Frucht, lebendige Säure und gewinnende Mineralik. Mandeltöne und feingliedrige Perlage. Ein toller Winzersekt, der eine wirklich sinnvolle Alternative zur Schaumwein-Massenproduktion darstellt.

Der Riesling Nussberg Brut wurde erst kürzlich von der Hefe getrennt und verschlossen. Er kommt somit pünktlich auf den Markt, um einem Festtagsmenü als Aperitif voranzugehen, es zu begleiten oder am Höhepunkt ausgelassener Stimmung fröhlich entkorkt zu werden.