Chronik | Niederösterreich
24.01.2012

Ehepaar von Einbrechern malträtiert

Ein 75-Jähriger wird von Einbrechern in seinem Haus brutal zusammen geschlagen. Seine Frau gefesselt und geknebelt.

Blutüberströmt  

Eine Schreckensnacht erlebten der 75-jährige Kurt F. und seine 77-jährige Frau  Marianne in Oeynhausen (Bezirk Baden). Unbekannte brachen am Dienstag gegen ein Uhr Früh in das Einfamilienhaus des Ehepaares ein, prügelten ihre Opfer spitalsreif und flüchteten dann unerkannt.
Kurt F. war durch verdächtige Geräusche geweckt worden. Da bereits vor einem Jahr eingebrochen wurde, schaute der ehemalige Postbeamte vorsichtig mit einem Messer und einer Gaspistole nach dem Rechten. Im Dunkeln stieß er auf die Täter.

Blutüberströmt

Es fielen Schüsse aus der Gaspistole, doch der Pensionist hatte gegen zwei Angreifer keine Chance. Die Einbrecher stürzten sich auf den 75-Jährigen, nahmen ihm die Pistole ab und droschen ihm mit einer mitgebrachten Eisenstange mehr als zehn Mal auf den Kopf. Dann stachen sie mit dem Messer auf den Pensionisten ein, bis er blutüberströmt zusammenbrach. Der am Boden liegende Mann stellte sich tot. Die brutalen Räuber traten trotzdem auf ihn ein.
Die geschockte Ehefrau wurde gefesselt und geschlagen. Dann durchsuchten die Täter das Haus und flüchteten. An Beute nahmen sie nur einige  kleinere Wertgegenstände mit. Das schwer verletzte Opfer konnte noch telefonisch die Polizei verständigen.

"Wir gehen von mindestens zwei, vermutlich osteuropäischen Tätern aus", erklärt Chefinspektor Josef Deutsch vom nö. Landeskriminalamt. Sonst sind die Hinweise sehr spärlich. Auf der Suche nach weiteren Spuren durchkämmten Polizeischüler am Dienstag das Gelände rund ums Haus – ohne Erfolg. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf den Tatortspezialisten, die nun versuchen Fingerabdrücke oder DNA-Spuren zu sichern.

"Es ist furchtbar. Mein Vater hat viele Verletzungen und ich hoffe, dass er die Operation gut übersteht. Meine Mutter hat ein schwaches Herz und ist traumatisiert", sagte Sohn Kurt F. Er kann sich den Überfall nicht erklären: "Meine Eltern sind nicht reich. Mein Vater war eher hobbymäßig im Automatengeschäft. Aber bei den Darts-Automaten gab es keine großen Umsätze."

Nachbarin Petra Hafner ist "ganz weg". Kurz nach ein Uhr hat sie ein Auto gehört, das schnell im Rückwärtsgang  aus der Straße gefahren ist. Hinweise werden erbeten an das Landeskriminalamt NÖ: 059 133/30/3333.