Ehepaar im Schlaf brutal überfallen

breitenfurt
Foto: KURIER/Foschum Der Tatort: Die Täter gelangten über ein Kellerfenster in das Wohnhaus. Sie dürften ihre Opfer schon vorher genau ausgekundschaftet haben.

Drei Maskierte überfallen zwei Pensionisten in deren Haus, fesseln und schlagen sie und entkommen mit 50.000 Euro Beute.


In der Umgebung wurde schon öfters eingebrochen, aber wenn das Leben bedroht ist, ist das doch ganz was anderes“ – Matthias Leeb kann noch kaum fassen, was sich in der Nacht im Nachbarhaus abgespielt hat. Für das dort wohnende Pensionistenehepaar wurde ein Albtraum wahr.

Gegen 22.30 Uhr brechen drei Maskierte das Kellerfenster der schmucken Villa in Breitenfurt, Bezirk Mödling, auf und überraschen im Erdgeschoß die Hausherrin Johanna K., die vor dem Fernsehapparat eingeschlafen war. „Die Täter haben die Frau mit einem Klebeband gefesselt und geknebelt. Die Halskette wurde ihr herunter gerissen“, erzählt ein Ermittler der Raubgruppe des Landeskriminalamtes NÖ.

 

Rippen gebrochen

Einer der Räuber bleibt bei der völlig verängstigten Frau, die beiden anderen schleichen ins Obergeschoß. Dort finden sie den Hausherren im Bett vor. Die beiden lassen keinen Zweifel über ihre Entschlossenheit aufkommen. Sie schlagen auf den 65-jährigen Immobilienmakler ein, brechen ihm Rippen und fesseln ihn mit einem Gürtel und Klebeband in Bauchlage auf das Bett.

Dann fordern sie den hilflosen Mann in gebrochenem Deutsch und mit Gesten sowie mit vorgehaltener Waffe auf, den Tresor zu öffnen. Schmuck, Bargeld und Dokumente werden erbeutet. Mindestens 50.000 Euro sollen es sein. Nach einer dreiviertel Stunde ist der Spuk vorbei. Erst als das Trio über das Kellerfenster verschwindet, schlägt die Alarmanlage an.

Nachbar Matthias Leeb sieht gerade einen Krimi im Fernsehen, als er auf den Krimi vor der Haustür aufmerksam wird. „Meine Mutter hat drüben angerufen. Die Nachbarin hat abgehoben und gesagt, dass sie überfallen worden sind. Ich habe dann sofort die Polizei alarmiert und die war auch innerhalb von Minuten da.“

Von den Tätern fehlt aber schon jede Spur. Eine aussagekräftige Beschreibung gibt es nicht. Sie trugen dunkle Strumpfmasken und dürften Ausländer sein. Opfer Helmut K. liegt im Krankenhaus. Seine Frau, die sich selbst von den Knebeln befreien konnte, ist unverletzt aber geschockt. „Einen Zusammenhang zu einem ähnlichen Fall im September in Breitenfurt herzustellen ist zu früh. Wir müssen erst die Spuren untersuchen und abgleichen“, sagt ein Ermittler der Raubgruppe des LKA. Hinweise werden erbeten unter Tel.: 059/133-30 333.

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?