Chronik | Niederösterreich
05.12.2011

E

Eis und Eisblumen sind allgemein bekannt. Aber was ist die Exosphäre?

Eis

Zu Eiskristallen erstarrtes Wasser in festem Aggregatzustand. Der Gefrierpunkt liegt bei Normaldruck bei 0 Grad Celsius. In der Atmosphäre kommt Eis als Eiswolken, Schnee, Hagel und abgelagert als Raureif, auf dem Land als Firn und Gletscher sowie in den Polargebieten als Inlandeis vor. Im Meer schieben sich Eisschollen zu Packeis zusammen, Eisgang nennt man das Aufgehen der Eisdecke von Flüssen, Eisstand das Zugehen.

Eisblumen

Eisblumen, auch als Fensterfrost bezeichnet, sind Eiskristalle, die sich in Form von Blumen an Fenstern absetzen. Die Sternchen sind Reif-Kristalle, die sich durch Sublimation (Umwandlung des Wassers von der gasförmigen in die Eisphase oder umgekehrt) auf der Außenseite von Autoscheiben ablagern. Meist jedoch kondensiert zunächst Wasserdampf. Die Scheiben beschlagen, wobei die Wassertröpfchen erst bei einigen Graden unter Null gefrieren. Bei stärkerem Frost bilden sich Eisblumen an einfachen Glasscheiben auch im Haus- bzw. Wageninneren.

Eisheilige

Volkstümliche Bezeichnung für bestimmte Tage im Mai, an denen Kälteeinbrüche für Frostschäden sorgen können, da sie mit einer sehr frostempfindlichen Vegetationsperiode zusammen fallen. Pankratius, Servatius, Bonifatius vom 12.-14. Mai, dazu die Kalte Sophie - 15. Mai. Tage, die in langjährigen Temperaturbeobachtungsreihen im Durchschnitt als Kälterückfälle erscheinen.

Eiskristalle

Eiskristalle kommen in der Atmosphäre in den verschiedensten Formen vor; allen gemeinsam ist jedoch eine sechseckige Grundstruktur, die durch die Geometrie des Wassermoleküls vorgegeben ist. Bei tiefen Temperaturen und hoher Luftfeuchte entstehen nadelförmige Eiskristalle. Das Wachstum beginnt meistens an mikroskopisch kleinen Schmutzpartikeln in der Atmosphäre (sogenannten Eiskeimen), die eine ähnliche Kristallstruktur wie Eis aufweisen. Je nachdem, in welcher Höhe über dem Erdboden sich Eiskristalle bilden, wachsen sie entweder zu filigranen Schneekristallen zusammen und fallen als fester Niederschlag aus den Wolken, oder sie sinken als Eisnadeln langsam zu Boden.

Erdrotation

Neben ihrer Bewegung in der Umlaufbahn führt die Erde noch andere Bewegungen aus: sie dreht sich um ihre eigene Achse. Diese Drehung bzw. Rotation erfolgt von West nach Ost und unterliegt bestimmten Schwankungen in ihrer Geschwindigkeit, die von Ebbe und Flut, Verlagerungen im Erdinnern und durch meteorologische Verhältnisse auf der Erdoberfläche, sowie den Gravitationskräften der Sonne und des Mondes beeinflusst wird.

Exosphäre

"Äußere Sphäre". Eine finstere und öde Region, die bei etwa 500 Kilometern beginnt und bis zu 1000 Kilometern Höhe reicht. Hier beginnt langsam der interstellare Raum. In der Exosphäre sind nur noch einzelne Luftteilchen vorhanden.