Drama an Gymnasium: Schüler sprang aus Fenster

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Foto: GNEDT/KURIER /martin gnedt Symbolbild

14-Jähriger stürzte sich aus dem dritten Stock und wurde schwer verletzt. Die Mitschüler mussten psychologisch betreut werden.

Der Schock an einem Gymnasium im Weinviertel sitzt tief, die Mitschüler benötigten am Donnerstag psychologische Betreuung. Kurz nach zehn Uhr Früh war es in einer  Klasse des Gymnasiums zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen. Ein 14-jähriger Schüler sprang aus einem Fenster im dritten Stock. Er erlitt durch den Sturz aus fast zehn Meter Höhe schwere Verletzungen, es soll aber keine Lebensgefahr bestehen.

„Wir können uns die Sache einfach nicht erklären. Es gab  keine schlechte Note oder andere schulische Anlässe, die Rückschlüsse darauf ziehen lassen. Im Gegenteil, es handelte sich um einen sehr guten Schüler“, erklärt der Direktor des Gymnasiums.
In der Schule war gerade erst die dritte Stunde angebrochen, als der 14-Jährige während des Unterrichts ohne irgendeine Vorwarnung aufstand und zu einem der Fenster ging. Der Bursche öffnete es und sprang ohne ein Wort zu sagen in die Tiefe.

In der Klasse brach bei den Mitschülern Chaos aus: Schreie, Tränen, Bestürzung; während einige Schüler und Lehrer ins Erdgeschoß rannten, um dem 14-Jährigen zu helfen, wählten andere den Notruf. Zum Glück liegt das Gymnasium in direkte Nähe zu dem Rot-Kreuz-Zentrum. „Der Vorfall ist um 10.10 Uhr passiert, um 10.13 Uhr war schon die erste Rettung da“, sagt der Direktor. Der schwer verletzte 14-Jährige war zunächst ansprechbar. Er wurde an Ort und Stelle erstversorgt und schließlich mit dem Rettungshubschrauber ins AKH Wien geflogen. Laut Informationen der Schule besteht keine Lebensgefahr.

Psychologie

Nach dem tragischen Zwischenfall wurde der Unterricht beendet und die Schüler entsprechend psychologisch betreut, erklärt Fritz Lengauer vom nö. Landesschulrat. „Die geschockten Schüler waren sehr dankbar, dass ihnen jemand geholfen hat. Es waren Betreuer des Roten Kreuzes, vom Notdienst des Ministeriums und die Schulpsychologie im Haus“, sagt der Direktor.

(kurier) Erstellt am
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