Donau: Wieder lief ein Schiff leck

Donau: Wieder lief ein Schiff leck
Innerhalb von vier Tagen havarierten bereits vier Schiffe. Ursache ist das extreme Niedrigwasser.

Das extreme Niedrigwasser der Donau ließ in Niederösterreich innerhalb von vier Tagen den zweiten Schubverband leck laufen. Ein deutsches Schiff blieb am Donnerstag bei Melk im Sand stecken. Die Feuerwehr errichtete eine Ölsperre . Schon in der Nacht zum Montag war bei Regelsbrunn (Bez. Bruck/Leitha) mitten im Nationalpark Donau-Auen ein Schubverband auf ein im Mai gesunkenes Frachtschiff aufgelaufen. Beim gestrigen Zwischenfall in Melk reagierte der deutsche Kapitän des Schubverbandes sehr professionell, bestätigte die Behörde. Er sicherte zwei mit je 750 Tonnen Diesel und Benzin beladene Schubkähne am rechten Donauufer und übersetzte das lecke Schiff zu einer Sandbank am gegenüberliegenden Ufer bei Luberegg. Während sich Feuerwehrtaucher bemühten, das Leck abzudichten, pumpte eine Entsorgungsfirma mit Öl verunreinigtes Wasser aus dem Maschinenraum.

Nach Meinung der obersten Schifffahrtsbehörde bleibt das Befahren der Donau weiter der Verantwortung der Kapitäne überlassen. Die letzten mäßigen Niederschläge gab es zuletzt im Oktober. Auch die Betreiber der Skigebiete sind besorgt. Viele haben ihre Openings bereits in den Dezember verschoben.

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