Dank der gute Mülltrennung im Bezirk blieben die Gebühren stabil

© georg gesellmann

Hohenruppersdorf
06/11/2014

Die Müllgebühren stinken einmal nicht zum Himmel

Im Gegensatz zu vielen Gemeinden blieb der Betrag in den letzten zehn Jahren stabil.

von Stefan Sailer

142,30 Euro. So viel zahlt jeder Haushalt im Gänserndorfer Bezirk derzeit an Müllgebühren. Das besondere daran, im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden im Weinviertel hat sich dieser Betrag in den vergangenen zehn Jahren nicht erhöht. "Der Grund liegt in erster Linie an unserem Verbandskonstrukt", ist Hermann Gindl, Bürgermeister von Hohenruppersdorf und Obmann des Gemeindeverbandes überzeugt.

Vor 21 Jahren haben sich 35 Gemeinden im Bezirk Gänserndorf zu einem Umweltschutzverband zusammengeschlossen. Durch die Kooperation wurde vor allem die Finanzhoheit der Müllgebühren an den gemeinsamen Verband abgegeben. Mittler weile haben sich sieben weitere Orte im Bezirk angeschlossen.

Durch die Größe des betroffenen Gebiets, 40.000 Haushalte, konnte mit den Abfallentsorgern nun erfolgreicher verhandelt werden. Zusätzlich wurden den Unternehmen längerfristige Verträge angeboten. "In dem Austausch konnten wir die Transportkosten stabil halten", sagt Ludwig Deltl, Bürgermeister von Strasshof.

Seit 2004 haben sich jedoch auch die Einnahmen durch die Verwertung von Altstoffen stark erhöht. "Die Erlöse haben sich hier beinahe verdoppelt", sagt Geschäftsführer Herbert Pejcha. 20 Prozent des jährlichen Budgets werden dadurch finanziert.

Prävention

Ausgeweitet wurden zuletzt die präventiven Maßnahmen. In den Kindergärten wird die Notwendigkeit von richtiger Mülltrennung in Form eines Kasperltheaters vermittelt, die Volksschüler dürfen wiederum alte Computer zerlegen und müssen die Einzelteile anschließend richtig trennen. Um den anfallenden Müll bei Vereinsfesten einzudämmen, hat der Verband einen mobilen Geschirrspüler gekauft. Für 150 Euro pro Tag können sich die Vereine die Waschanlage mit Geschirr, Besteck und Bechern ausleihen.

Vom Modell des freiwilligen Zusammenschlusses zeigten sich die beiden Bürgermeister überzeugt. "Das Geld wird schließlich nicht mehr", sagt Delt. Und Gindl fügt hinzu: "Bei manchen Aufgaben macht es einfach Sinn, die Aufgaben gemeinsam zu bündeln."

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