"Die Marchfeld-Schnellstraße ist auf Schiene"

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Infrastruktur -Landeschef legte beim Viertelstag straffen Zeitplan für weiteren Ausbau vor

Die Budgets sind knapp, denkbar knapp. Dennoch möchte das Land beim Ausbau der Infrastruktur nicht bremsen. Signifikantes Beispiel dafür ist die längst überfällige Marchfeld-Schnellstraße (S 8). "Der Ausbau der Schnellstraße ist auf Schiene", sagte Landeshauptmann Erwin Pröll am Freitag im Rahmen des traditionellen ÖVP-Viertelstages.

Seit Sommer läuft die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den ersten Abschnitt bis Gänserndorf. 2014 sollen die Bagger rollen. Möglich werde die Realisierung durch eine jährliche Zehn-Millionen-Finanzspritze des Landes an die ASFiNAG in der Bauphase. Einzig den Vollausbau über die Staatsgrenze könne man nicht beeinflussen. "Der hängt von der Lobau-Querung ab", sagte Pröll.

Früher als die S 8, nämlich bereits 2013, geht es mit dem Weiterbau der Nordautobahn von Schrick nach Poysbrunn voran.

Umfahrung

Außerdem werde gerade mit der ASFiNAG ein Projekt für eine "vorgezogene" Poysdorf-Umfahrung ausgearbeitet, um den Ort zur Landesausstellung frei vom Durchzugsverkehr zu bekommen. Vorgezogen deshalb, weil die Drasenhofen-Anbindung an Tschechien fix ist. "Das ist seit 2009 vereinbart. Es gibt keinen Grund, von diesem Übereinkommen abzurücken", sagt Pröll. Auch der Weiterbau der S 3 zwischen Hollabrunn und Guntersdorf werde in den Jahren 2013 bis 2016 durchgezogen.

Sorgen bereitet dem Landeshauptmann noch der Brückenbau zur Slowakei, etwa die in Marchegg. "Ich bin aber optimistisch, dass in zwei, drei Jahren ein Durchbruch gelingt."

Erstellt am 05.12.2011