Chronik | Niederösterreich
12.03.2012

Der Basistunnel ist seit den 80ern ein Zankapfel

Seit rund 30 Jahren beschäftigen sich Verkehrsplaner, Politik, Gerichte und Bürgerinitiativen mit dem kontroversiellen Thema Semmering-Basistunnel. Eine Chronologie:

1980er-Jahre Die Vorplanungen der Bundesbahnen ( ÖBB) für den Semmeringtunnel beginnen.

1991 Planung und Bau des Tunnels werden an die Hochleistungs AG (HL-AG) vergeben.

1994 Der Bau des Sondierungsstollens beginnt.

1998 Das Land NÖ erlässt einen negativen Naturschutzbescheid. Die HL-AG legt beim Verfassungsgerichtshof Beschwerde ein.

1999 VfGH setzt ein früheres NÖ-Naturschutzgesetz wieder in Kraft – grünes Licht für den Tunnelbau. NÖ erlässt daraufhin einen neuen Naturschutzbescheid, der den Bau erneut verschleppt.

2002 Generalverkehrsplan der Regierung: Baubeginn für Semmeringtunnel wird für 2007 angepeilt (Fertigstellung 2011).

2005 Projekt wird komplett zurückgezogen.

2006 Die ÖBB präsentieren den "Beginn der Planungen für den Semmering-Basistunnel neu".

2007 Koralm- und Semmeringtunnel werden von Kanzler Gusenbauer zur "Priorität eins" erklärt.

2008 Die neue, zweiröhrige Tunneltrasse wird von Landeshauptmann Erwin Pröll (NÖ) zustimmend aufgenommen.

2010 Im Mai reichen die ÖBB die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung ein.

2011 Im Mai ergeht der positive UVP-Bescheid. Außerdem wird das NÖ-Großverfahren in erster Instanz ebenfalls positiv beurteilt.

2012 Ende Februar wird grünes Licht für den Abriss von 23 Häusern in Gloggnitz am Fuße des Semmering gegeben. Die Häuser müssen der neuen Bahnstrecke und dem Tunnelportal weichen.

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