Chronik | Niederösterreich
25.03.2017

Deponiebetreiber wehren sich gegen Umwelt-Vorwürfe

Ungefährliches Material aus Aluschlacken-Deponie in Wiener Neustadt wird in der Deponie Steinthal endgelagert.

Wegen der geplanten Deponierung von rund 300.000 Tonnen Restmaterial aus einer Giftmüllgrube in Wiener Neustadt geriet die Steinthal-Deponie bei Seebenstein in den vergangenen Wochen ins Kreuzfeuer der Kritik. Nachdem eine Bürgerinitiative gegen das Abfallwirtschaftszentrum mobil machte, gehen nun die Betreiber in die Offensive. Für Medien und die Öffentlichkeit wurden am Freitag die Deponietore für einen Lokalaugenschein geöffnet.

2015 wurde die Deponie vom Abfallwirtschaftsverband an die Geiger-Gruppe, ein mittelständisches Unternehmen aus Bayern, verkauft. Die Gruppe ist auch Teil des Konsortiums, das den Zuschlag für die 167 Millionen Euro teure Räumung der Aluschlackendeponie in Wiener Neustadt bekommen hat. Die Aluschlacke wird direkt in Wiener Neustadt so behandelt, dass die giftigen Stoffe abgesondert und das wiederverwertbare Alu vom Rest des Materials getrennt wird. "Das übrige Material ist völlig ungefährlich und wird hier in Steinthal endgelagert. Von Giftmüll kann keine Rede sein", erklärt der Geschäftsführer der Geiger Umwelt GmbH, Rainer Adami.

Durch eine Neuausrichtung der Deponie sollen in Zukunft weniger Stoffe deponiert und dafür mehr zwischengelagert werden, bis sie beispielsweise in der Industrie Verwendung finden oder in eine der Müllverbrennungsanlagen kommen. Wegen dieser Zwischenlagerung von teilweise gefährlichen Stoffen befürchtet die Bürgerinitiative eine mögliche Umweltgefährdung. Adami schließt das vollkommen aus. Die Zwischenlagerung erfolge in eigens dafür vorgesehenen und geschlossenen Boxen. Die Deponie erfülle alle Auflagen, bestätigte zuletzt auch die NÖ Umweltanwaltschaft.