© KURIER/Gilbert Weisbier

Chronik Niederösterreich
05/11/2012

Das große Jahr der Vor-Wahlen

Krems: Sozialdemokraten, Bürgerliste und Piraten wollen Bürger bestimmen lassen, mit wem sie in den Wahlkampf ziehen.

von Gilbert Weisbier

Mindestens vier Mal können Kremser in diesem Jahr zur Wahlurne schreiten – wenn sie das wollen: Vor der Gemeinderatswahl veranstalten nämlich drei der wahlwerbenden Gruppen Vorwahlen, bei denen man über die Kandidaten mitentscheidet, mit denen sie schließlich antreten werden.

Den Anfang macht die SPÖ: Sie kombiniert ihre interne Vorwahl mit Ortsteilgesprächen und hat schon acht Termine von 14. bis 24. Juni festgelegt. „Wir veranstalten erstmals offene Vorwahlen. Jeder Kremser Bürger ab einem Alter von 16 Jahren kann daran teilnehmen, unsere Kandidaten umreihen oder eigene hinzufügen. Wir wollen damit eine neue politische Kultur etablieren“, sagt SPÖ-Vizebürgermeister Reinhard Resch, der sich ebenfalls der Vorwahl unterwirft.

„Uns reden oft Leute an, dass man sowieso nicht auf Listen kommt. Jetzt gibt es die Chance, wenn man Freunde und Verwandte motiviert“, erklärt dazu Stadtrat Josef Bauer.

„Wir haben lange darüber diskutiert. Die Erfahrungen in anderen Städten sind sehr positiv. Dort gibt es jetzt überall einen SPÖ-Bürgermeister“, schmunzelt Resch, der die Vorwahl als bessere Alternative zum Vorzugsstimmen-System sieht.

Bürgerliste

Die neue Bürgerliste UBK hat bereits bei ihrer Vorstellung eine Vorwahl angekündigt. „Wir haben schon viele Interessierte. Wahrscheinlich wird unsere Vorwahl im Juni stattfinden, damit im Juli die Liste steht“, erklärt UBK-Sprecher Peter Lanzrath. Seine Liste will ab Samstag alle zwei Wochen in der Fußgängerzone auftreten.

Piraten

Christoph Huter von der neu gegründeten nö. Piratenpartei bestätigt, dass sie in Krems erstmals in NÖ bei einer Gemeinderatswahl antreten will. „Bei uns wird es sicher auch eine Vorwahl geben, das verlangt schon unser basisdemokratischer Zugang“, betont der Neulengbacher.

Sicher nicht antreten wird das BZÖ. Das hat sein Landesparteivorstand in seiner jüngsten Sichtung beschlossen. „Wir wollen uns auf Bundeswahlen konzentrieren“, gibt Sprecher Gustav Strasser bekannt.

Erste Geplänkel gibt es auch schon: Die UBK hat die SPÖ beschuldigt, ihr Programm abgeschrieben zu haben. Die SPÖ kontert, sie habe die Inhalte viel länger verbreitet als die UBK.

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