Die Feuerwehr bei den Löscharbeiten in Traiskirchen.

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Chronik | Niederösterreich
03/01/2016

Caritas-Spendenlager in Traiskirchen bei Brand zerstört

120 Paletten mit Kleidung und Hygieneartikeln für Flüchtlinge wurden vernichtet.

Ein Brand hat am Dienstag das Spenden-Lager der Caritas in Traiskirchen (Bezirk Baden) zerstört. 120 Paletten mit Kleidung und Hygieneartikeln für Flüchtlinge wurden vernichtet. Die Caritas bittet nun darum, Spenden ins Lager Carla Nord in der Steinheilgasse 3 im 21. Bezirk zu bringen. Die polizeiliche Ursachenermittlung sollte nach Abschluss des stundenlangen Feuerwehreinsatzes aufgenommen werden.

Der Brand war am frühen Vormittag im 700 Quadratmeter großen Keller einer Industriehalle auf dem ehemaligen Semperit-Gelände ausgebrochen, teilte Franz Resperger vom Landeskommando NÖ mit. Elf Feuerwehren mit 130 Mann rückten aus. Die Helfer mussten mit Atemschutz vorgehen. Massive Rauchentwicklung erschwerte den Einsatz.

Weil die genaue Brandstelle wegen der Rauchentwicklung nicht zu lokalisieren war, wurde der Keller noch am Vormittag mit Schaum geflutet. An einen Innenangriff sei "nicht zu denken" gewesen, betonte Resperger.

120 Paletten mit Kleidung vernichtet

Martin Gantner von der Caritas Wien berichtete auf Anfrage von 120 Paletten, die im Keller der Halle in Traiskirchen gelagert waren. Es habe sich um Kleidungsstücke und Hygieneartikel für Flüchtlinge gehandelt. Noch am Dienstag sei eine alternative Abgabestelle für Sachspenden eingerichtet worden. Im Carla Nord in der Steinheilgasse 3 in Wien-Floridsdorf sei dafür ein Container aufgestellt worden.

Benötigt würden Kleidung, Schuhe und Hygieneartikel, sagte Gantner. Die Sachspendenausgabe an Flüchtlinge im Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen werde vorerst aus anderen Beständen aufrechterhalten.

Vollbrand

Der 700 Quadratmeter große Keller im Gewerbepark Traiskirchen sei in Vollbrand gestanden, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando Baden. Eine Ausbreitung der Flammen auf das Erdgeschoß und auf benachbarte Hallen sei verhindert worden, teilte die Einsatzleitung auf Anfrage mit. Atemschutztrupps waren am Nachmittag noch immer damit beschäftigt, Brandherde und Glutnester zu lokalisieren und zu löschen.

"Völlig spekulativ"

Resperger bezeichnete es laut Kathpress als "völlig spekulativ", über mögliche Auslöser zu sprechen. Als sicher anzunehmen sei hingegen, dass die Kleidung ebenso wie die Hygieneartikel, die in dem Keller gelagert waren, unbrauchbar seien, sagte er.

Die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache werden laut Markus Haindl von der Landespolizeidirektion NÖ nach dem Ende des Löscheinsatzes von Beamten des Bezirks Baden und des Landeskriminalamtes NÖ geführt.

Arbeiten bis in späte Abendstunden

"Bis in die späten Abendstunden" sollten laut Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando NÖ die Lösch- und Aufräumarbeiten nach dem Brand dauern. Atemschutztrupps waren am Nachmittag mit Löschleitungen in den Keller einer Industriehalle vorgedrungen.

Zudem boten die Helfer auch Mini-Bagger zum Ausräumen von Brandgut auf. Nicht zuletzt sollten zwölf Belüftungsgeräte dafür sorgen, den Rauch aus dem Objekt zu bringen, sagte der Sprecher.