Chronik | Niederösterreich
08.03.2012

Brand im Dom: Fahrlässig oder absichtlich entfacht

Nach dem Brand Dienstagabend im Dom wurde die Kirche am Mittwoch kurzerhand zum Tatort.

Die Brandermittler des nö. Landeskriminalamts (LKA), Kriminaltechniker sowie ein Brandmittel-Spürhund versuchten herauszufinden, was die Ursache für das zerstörerische Feuer im Dom in Wiener Neustadt war.

Der Brand war, wie berichtet, in der kleinen, ehemaligen Taufkapelle im Seitenschiff des Doms ausgebrochen. Von den dortigen Einrichtungsgegenständen wie einem Betstuhl und einer hölzernen Verkleidung griffen die Flammen auf den Dachstuhl über.

Die teilweise verkohlten Holzteile wurden von den Ermittlern genau unter die Lupe genommen. Der Spürhund fand jedoch keine Hinweise darauf, dass bei dem Feuer mit brandbeschleunigenden Substanzen nachgeholfen wurde. Es gibt in dem Bereich aber auch keine elektrischen Leitungen. „Daher kann man von einer fahrlässigen oder absichtlichen Brandlegung ausgehen“, erklärt der Chef-Brandermittler des LKA, Erich Rosenbaum. Ein mögliches Szenario ist, dass eine brennende Opferkerze das Feuer verursacht hat. Der Dom war zu dem Zeitpunkt frei zugänglich. „Vielleicht hat irgendjemand eine Beobachtung gemacht, die uns weiterhelfen könnte“, so Rosenbaum. Das Landeskriminalamt bittet um sachdienliche Hinweise, wer am Dienstag zwischen 17 und 18.30 Uhr etwas merkwürdiges im oder rund um den Dom bemerkt hat.  059133/30/3333.

Bei dem Feuer ist nicht nur der Dachstuhl zerstört worden. Sorge besteht auch um ein mittelalterliches Fresko, das ebenfalls Schaden genommen hat.