Chronik | Niederösterreich
17.02.2018

Brände im Bezirk Amstetten: Drei Verletzte

Feuerwehren mussten in Treffling und in Weidersdorf ausrücken.

Gleich zwei Mal hat es am Samstag in Seitenstetten (Bezirk Amstetten) gebrannt. Kurz nach Mitternacht war ein Holzhaus in Treffling in Flammen aufgegangen, sieben Feuerwehren mit 130 Mitgliedern standen bei dem Großbrand im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten werden bis Mittag dauern. In Weidersdorf standen eine Werkstatt und eine Gartenhütte in Brand, drei Männer wurden laut Feuerwehr verletzt.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte in Treffling schlugen bereits Flammen aus dem Haus, berichtete das Bezirkskommando. Ein Übergreifen des Feuers auf ein angrenzendes landwirtschaftliches Objekt konnte verhindert werden. Besonders schwierig war es laut Aussendung, an alle Brandherde zu gelangen. Mit Unterstützung einer Drehleiter mussten Dach und Fassade geöffnet werden. Zahlreiche Atemschutztrupps standen im Einsatz.

Ein Hitzestau zwischen einem Kachelofen und einer Wand dürfte das Feuer in dem Holzhaus ausgelöst haben, sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Die Ermittlung der Ursache für einen zweiten Brand in der Marktgemeinde - betroffen war eine Werkstätte - war am Vormittag noch im Gange. Drei 18-Jährige löschten die Flammen, sie wurden verletzt.

Die Flammen waren in der Früh unter Kontrolle. Es werde mit Nachlöscharbeiten bis in die Mittagsstunden gerechnet, weil immer wieder Glutnester aufflammen, berichtete Philipp Gutlederer vom Bezirksfeuerwehrkommando. Verletzt wurde den Angaben zufolge bei diesem Brand niemand.

Brand in Weidersdorf

Kurz vor 2.30 Uhr wurden die Helfer zu einem weiteren Einsatz in Weidersdorf gerufen. Drei Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren versuchten laut Feuerwehr, die Flammen an einer Werkstatt und einer Gartenhütte selbst zu löschen. Dabei wurde einer der Männer schwer verletzt, zwei erlitten leichte Blessuren, berichtete das Rote Kreuz. Laut Polizei besteht kein Zusammenhang mit einem weiteren Feuer am Samstag in der Marktgemeinde im Bezirk Amstetten. Brandstiftung könne mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, sagte Sprecher Raimund Schwaigerlehner auf APA-Anfrage.

Die Feuerwehr führte Nachlöscharbeiten und eine Kontrolle mit einer Wärmebildkamera durch. Im Einsatz standen 30 Einsatzkräfte von zwei Feuerwehren, die anschließend wieder zum Großbrand fuhren.

Brandermittler der Polizei werden an beiden Orten im Einsatz stehen, hieß es vom Bezirksfeuerwehrkommando. Die Beamten sollen die jeweilige Ursache für die Flammen erheben.