Chronik | Niederösterreich
04.05.2017

Blutiger Eklat bei Faschingsumzug: Verdächtiger war ein "Indianer"

18-Jähriger Bursche wurde mit einem Beil niedergeschlagen. Er erlitt einen Augenhöhlen- und Schädelbruch.

Die Ermittlungen haben den anfänglichen Verdacht erhärtet. Für die Polizei ist die schwere Körperverletzung auf dem Faschingsumzug in Zillingdorf im Bezirk Wiener Neustadt geklärt. Ein als Indianer verkleideter 49-Jähriger soll einen 18-jährigen Burschen mit einem zur Verkleidung gehörenden Beil niedergeschlagen haben. Das Opfer erlitt einen Augenhöhlen- und Schädelbruch.

Der 49-jährige Teilnehmer des Umzuges geriet schon nach den ersten Zeugenaussagen ins Visier der Exekutive. Er leugnet die Tat und behauptet, dass ihm die Stange von einem Unbekannten abgenommen wurde und er sie erst später am Abend wieder fand. Aufwendige Erhebungen der Polizei ergaben jedoch ein anderes Bild. Auf Videoaufnahmen ist der Verdächtige zum ungefähren Tatzeitpunkt mit dem Beil in der Hand zu sehen. Der Angriff auf den 18-Jährigen erfolgte beim Einzug der Faschings-Gruppen in eine Scheunenhalle. Auch auf Fotos trägt der Mann das "Corpus Delicti" gut sichtbar in der Hand.

Die Angelegenheit wird nun vor Gericht geklärt werden. Das Opfer leidet immer noch an den Folgen der Augenverletzung.