Bis zu einer Million Euro Schaden durch Rohbaubrand

Krems – Zu einem Wettlauf mit einem von Windböen angefachten Feuer wurde ein Brandeinsatz Donnerstag Nachmittag in Krems: Die Dachkonstruktion eines im Bau befindlichen Einfamilienhauses hatte Feuer gefangen. Da das Blechdach Löschwasser abwehrte, montierten Helfer und Handwerker in aller Eile die Dachabschirmung ab, konnten aber mit dem Fortschreiten des Brandes nicht Schritt halten.

Der Schaden ist enorm: Die Schätzungen bewegen sich inzwischen in Richtung einer Million Euro. Auslöser waren laut Polizei wahrscheinlich Flämmarbeiten.

Der für August 2012 geplante Übergabetermin für die acht betroffenen Wohnungen kann nicht eingehalten werden. „Wir müssen erst sehen, was die Sachverständigen sagen“, erklärt Günter Rußegger, der für den Auftraggeber, die Kremser Wohnbaugesellschaft Gedesag die örtliche Bauaufsicht durchführt. Noch sei offen, ob es reichen wird, den Dachstuhl abzutragen, oder ob das oberste Geschoß abgerissen werden muss.

Ersatz

Für den Fall, dass die angemeldeten Mieter bereits anderswo gekündigt haben und ausziehen müssen, kündigt die Gedesag Unterstützung durch ein Übergangsquartier an.

Für die Feuerwehr war der Einsatz schwierig: Im Dachstuhl eingebautes Isoliermaterial hatte Feuer gefangen und war schwer zugänglich, Windböen fachten die Glut immer wieder an. Zusätzlich macht der dichte Rauch den Einsatz von schwerem Atemschutz nötig.

Geklärt

Beim Verbrennen von Holzabfällen durch den Besitzer ist ein Hühnerstall in Zwettl in Brand geraten, der am Donnerstag schwer beschädigt wurde. Das Feuer wanderte über eine Grasfläche bis zum Gebäude. Schaden: 40.000 Euro.

( Kurier ) Erstellt am 30.03.2012