Chronik | Niederösterreich
07.12.2011

Bald kreuzungsfrei bis zur Staatsgrenze

Land und ASFiNAG einigten sich jetzt auf den Weiterbau der A5 sowie der Umfahrung von Drasenhofen und Mistelbach.

Wöchentlich mindestens zwei Mega-Staus auf der B 7 im Raum Poysdorf, liegen Verkehrs-Landesrat Karl Wilfing, dem früheren Bürgermeister von Poysdorf und "Vater" der A 5 schwer im Magen. Jetzt scheint der ins Stocken geratene Weiterbau der A 5 beziehungsweise deren Fertigstellung wieder Fahrt aufzunehmen.

Derzeit läuft die Umweltverträglichkeitsprüfung für den Weiterbau der A 5 von Schrick bis Poysbrunn. "Ich rechne spätestens im Frühsommer 2012 mit einem Bescheid, sodass die ASFiNAG im zweiten Halbjahr 2012 mit der Ausschreibung der Bauarbeiten beginnen kann", sagt Landesrat Wilfing.

Ab Poysbrunn wird die A 5 dann als zweispurige Straße bis zur Staatsgrenze weitergeführt, die gleichzeitig als Umfahrung von Drasenhofen fungieren wird. Die Baukosten für dieses Straßenstück werden von der ASFiNAG mit 42 Millionen Euro beziffert. Die Finanzierungskosten in der Höhe von rund 4,5 Millionen Euro übernimmt das Land.

Verkehrsfreigabe

Für den Verkehr freigegeben werden soll das zweite Teilstück der A 5 sowie die Umfahrung Drasenhofen laut ASFiNAG im Jahr 2016. Wilfing: "Ich werde aber alles daran setzen, dass dies bereits 2015 passiert."

Da der Lückenschluss von Poysbrunn bis Drasenhofen nicht, wie ursprünglich geplant, als Autobahn sondern nur als zweispurige Straße erfolgt, muss die ursprünglich für diesen Bauabschnitt erfolgte UVP nachjustiert werden. Der Start dazu erfolgt kommendes Frühjahr.

Die von den Weinviertler Grünen kürzlich präsentierte Studie, wonach die Tschechen die Lust an einem Ausbau ihrer Straßenverbindung von Drasenhofen in Richtung Brünn verloren hätten, bezeichnet Wilfing als "Privatuntersuchung", die keinerlei Auswirkungen auf geltende Abkommen mit der Tschechischen Republik habe.

A-5-Anschluss

Errichtet werden wird von der ASFiNAG auch die Verbindungsspange von der A-5-Anschlussstelle Wilfersdorf Süd bis zur B 40 östlich von Mistelbach. Die Baukosten belaufen sich dort inklusive Grundeinlösen auf 8 Millionen Euro, die sich laut Wilfing je zur Hälfte die ASFiNAG und das Land NÖ teilen werden.