Bahnunfall Höflein

© NÖ Landesfeuerwehrkommando/Resperger

Unfall
02/14/2013

Auto blieb auf Bahnübergang stecken

Höflein bei Klosterneuburg: Der Lenker konnte seine Ehefrau nicht rechtzeitig aus dem Pkw befreien.

In einem Albtraum kann es nicht ärger kommen: Das Auto bleibt just auf dem Bahnübergang im Schnee stecken, die Schranken schließen sich, der Zug kommt näher und näher – und die Ehefrau ist noch im Wagen.

In dieser ausweglosen Situation steckte Mittwochabend das Ehepaar Walter und Irene B. aus Wien, beide 73 Jahre alt, auf einem Übergang der Franz-Josefs-Bahn in Höflein bei Klosterneuburg. Das Problem: Die Frau hatte sich im Sicherheitsgurt verheddert; Befreiungsversuche ihres Ehemanns blieben erfolglos.

Der Pensionist lief daher dem Zug entgegen und wollte den Lokführer mit Winksignalen warnen, doch die S-Bahn Richtung Tulln fuhr an dieser Stelle 80 km/h – zu schnell, um rechtzeitig anzuhalten.

Der Wagen wurde auf der Beifahrerseite erfasst und gut 30 Meter weit mitgeschleift. Irene B. wurde schwer verletzt ins Spital gebracht. Ihr Zustand ist laut Polizei stabil.

Die rund 40 Zugpassagiere wurden im Feuerwehrhaus versorgt und nach zirka zwei Stunden Wartezeit mit Bussen nach Tulln gebracht.