Chronik | Niederösterreich
20.07.2017

Ausgesetzte Kätzchen von Rastplatz gerettet

Die in einer Schachtel eingesperrten Tiere wurden von einem Autofahrer entdeckt, der übergab sie dem Tierschutzverein.

Ein aufmerksamer Autofahrer hat am Mittwochabend drei ausgesetzte Katzenbabys auf einem Rastplatz in Niederösterreich entdeckt. Die Tiere mit den Namen Akiro, Zula und Valeria wurden medizinisch versorgt und sind nun im Katzenhaus des Wiener Tierschutzvereins (WTV) untergebracht. Wie der WTV am Donnerstag meldete, sollen die quirligen Kätzchen schon bald ein neues Zuhause finden.

Der Autofahrer hatte einen Stopp auf der Autobahnraststation Schwechat eingelegt. Als er Abfall entsorgen wollte, bemerkte er neben der Mülltonne einen Karton, der sich auffällig hin und her bewegte. Darin waren die drei Kätzchen, die er in den WTV nach Vösendorf brachte. Ein Tierarzt untersuchte die zwei Weibchen und das Männchen. Laut WTV wurden Wurm- und Flohbefall nachgewiesen, ein Tier hatte eine Augenentzündung. Die Kätzchen wurden entsprechend behandelt, gechipt und geimpft.

Noch keine Angaben zur Vergabe

Bevor die auf acht bis neun Wochen geschätzten Jungtiere zu liebevollen Menschen ziehen können, müssen sie noch einige Zeit im Katzenhaus bleiben. Der WTV bat um Verständnis, dass keine Angaben zum genauen Vergabezeitpunkt der Tiere gemacht werden können. Auch Reservierungen seien nicht möglich.

Laut WTF könnten die ausgesetzten Babykatzen "erste Opfer des neuen Tierschutzgesetzes" sein. Privatpersonen dürfen ihre Hunde und Katzen nun nicht mehr im Internet anbieten. Von der Gesetzesnovelle sind auch Organisationen betroffen, die weder ein eigenes Tierheim noch eine entsprechende Bewilligung zur Online-Vermittlung besitzen. WTF-Präsidentin Madeleine Petrovic hatte an der Novelle zur Eindämmung von Welpenschmuggel kritisiert, dass sie die Arbeit kleinerer Tierschutzvereine ohne Heime unmöglich machen würde. Die Stadt Wien setzte erste Strafverfügungen, die sie den Tierschutzvereinen geschickt hatte, wieder aus.