Chronik | Niederösterreich
31.01.2012

Angelina, 2, wird wegen Verbrennungen operiert

Krems – Familie, deren Wohnung ausgebrannt ist, hofft auf Unterstützung

„Meine Tochter muss wegen ihrer Verbrennungen an beiden Händen operiert werden“, erzählt Peter Mazura, 35, aus Krems. Er hatte seine knapp zweijährige Tochter Angelina, Montagnachmittag, aus dem Gitterbett des lichterloh brennenden Kinderzimmers gerettet und sich dabei selber leicht verletzt. Danach wurde das Kind zur Behandlung ins Krankenhaus St. Pölten geflogen.

„Meine Verletzung ist aber nicht schlimm, ich bin nur ein bisschen angesengt. Wichtig ist, dass die Kinder leben“, erzählte Mazura dem KURIER.

Als der Mann den Brand entdeckte, brachte seine Frau den vierjährigen Peter und sich selber in Sicherheit. Ihr Mann stürmte ins Kinderzimmer und holte seine Tochter ins Freie. Dabei erlitten alle Beteiligten leichte Rauchgasvergiftungen.

Die Feuerwehr konnte den Wohnungsbrand relativ schnell löschen. Allerdings ist der größte Teil der Einrichtung vernichtet worden.

„Die Eigentümerin des Wohnhauses, die Gedesag, organisiert eine neue Unterkunft für die Familie. Eine Wohnung ist schon gefunden. Und unsere Sozialabteilung ist dabei, jede Hilfe die es gibt, für die Betroffenen zu organisieren“, erklärte Doris Denk, Sprecherin der Stadt Krems. Das bestätigt auch Mazura dankbar.

Wie berichtet, hatte der wegen schwerer Gesundheitsprobleme arbeitslose Mann, einen Teil der Wohnung – die nicht versichert ist – erst vor Kurzem renoviert. Jetzt sind fast alle Einrichtungsgegenstände unbrauchbar. Da die Ermittler einen technischen Defekt ausschließen können, vermuten sie, dass ein Kind das Feuer herbeigeführt hat.