Chronik | Niederösterreich
09/19/2013

Spendenaktion für die Kinder der Mordopfer

Der Amokläufer hat sechs Kindern die Väter genommen. Die KURIER-Aktion unter der Patronanz des KSÖ soll den Kindern wenigstens finanziell den weiteren Ausbildungsweg erleichtern.

Die Kinder der getöteten Beamten und ihre Mütter befinden sich in ärztlicher Betreuung. Die Frage nach der Zukunft kann noch von niemand beantwortet werden.

Noch während der Polizeiaktion am Dienstag wurden die Kinder aus den Schulen geholt. Kollegen und Personalvertreter organisierten erste Hilfestellungen, um die Familien bei den kommenden bisher schwersten Tagen ihres Lebens zu unterstützen. Mittwochfrüh hat bereits Landeshauptmann Erwin Pröll Verbindung zu den Witwen aufgenommen und Unterstützung zugesagt.

Minderjährige Kinder

Die ersten Probleme können damit sicher bewältigt werden. Aber wie geht es weiter? Das jüngste Kind ist sechs Jahre alt. Eine Witwe mit drei Kindern steht nach einem Hausumbau vor großen Schulden. Eine weitere Frau steht jetzt mit ihrer Kleinlandwirtschaft völlig alleine da.

Spendenkonto

Der KURIER und das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) wollen helfen. KSÖ-Präsident Erwin Hameseder: „Unser ganzes Mitgefühl gehört den Familien der Opfer. Das Kuratorium Sicheres Österreich nimmt aufrechten Anteil am Schicksal der Hinterbliebenen. Deshalb haben wir mit dem KURIER ein eigenes Spendenkonto zugunsten der Familien der getöteten Exekutivbeamten eingerichtet, um so zumindest deren materielle Sorgen zu lindern.“

Die Polizeipersonalvertreter Hannes Luef und Martin Noschiel begrüßen die Aktion: „Das ist ein wichtiger Beitrag für die Bewältigung der Zukunft der Kinder.“ Die Zukunft liegt auch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Herzen: „Wir können die seelischen Wunden nicht heilen, aber wir können den Familien der Opfer dennoch helfen – vor allem wenn es darum geht, die Kinder am Weg zum Erwachsensein zu unterstützen.“

Unterstützung

Spontane Unterstützung wurde zugesagt von Werner Faymann als Privatperson und Vizekanzler Michael Spindelegger.

Seitens der Wirtschaft beteiligt sich Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl. Die Wiener Kammerchefin Brigitte Jank schließt sich als Privatspenderin an. Auch REWE-International mit Vorstandsvorsitzendem Frank Hensel und die EVN haben bereits eine Spendenzusage abgegeben.

Privatsphäre wahren

Beteiligen wird sich auch der Verband der Österreichischen Zeitungsherausgeber, dessen Geschäftsführer Gerald Grünberger gleichzeitig die Medien auffordert, die Privatsphäre der Opfer zu respektieren.

Die Spendengelder werden unter notarieller Kontrolle vom KSÖ verwaltet und in enger Abstimmung mit KSÖ und Rotem Kreuz vergeben.

„Den Familienmitgliedern der getöteten Einsatzkräfte gilt mein volles Mitgefühl. Ich danke dem KURIER für diese wertvolle Initiative, die ich sehr gerne unterstütze.“ Werner Faymann

„Unser Mitgefühl gilt in dieser schweren Stunde den Familien und Angehörigen der Opfer. Wir sind tief betroffen und bestürzt über diese grausamen Ereignisse die unser ganzes Land schockierten. Wir müssen in diesen schweren Zeiten zusammenhalten und füreinander einstehen. Wir unterstützen daher die Aktion des KURIER, der damit einmal mehr zivilgesellschaftliche Courage unter Beweis stellt.“ Michael Spindelegger und sein Team

„Die tragischen Ereignisse die sich am 17. September zugetragen haben und die menschlichen Schicksale die diese mit sich brachten, haben uns veranlasst, eine Spendenaktion im Parlament zu Gunsten der Angehörigen der Opfer zu initiieren. Diese wird am nächsten Sitzungstag des Hohen Hauses am Mittwoch, 25. September, stattfinden“ Für die Parlamentsklubs, Josef Cap, Karlheinz Kopf, H.C. Strache, Josef Bucher, Eva Glawischnig, Robert Lugar

„Bei einem blutigen Amoklauf wurden drei Polizisten und ein Sanitäter in NÖ ermordet. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt jetzt ihren Angehörigen. Die Wirtschaftskammer beteiligt sich daher gerne an der Hilfsaktion des KURIER zugunsten der Hinterbliebenen. In einer extrem schwierigen Situation brauchen sie unser aller Solidarität.“ Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich

„Der Amoklauf von Großpriel erschüttert alle. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Familien der Opfer. Niemand kann sich vorstellen, was eine solch brutale Tat für die Hinterbliebenen bedeutet. Wir teilen ihr Leid und wollen gemeinsam helfen, ihre Existenzsorgen zu mildern.“ Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien

„In schweren Stunden wie diesen müssen wir zusammenhalten und besonders hinter den Betroffenen aus dem öffentlichen Dienst stehen. Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen. Wir beteiligen uns gerne bei dieser Unterstützungsaktion und bedanken uns beim KURIER und dem Kuratorium Sicheres Österreich für diese Initiative.“ Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender REWE

Liebe Leserin, lieber Leser!

Dienstag früh erfuhr unsere Niederösterreich-Redaktion, dass ein Wilderer zwei Polizisten erschossen haben soll. Bis in die Nacht hinein recherchierten die Kollegen, um auf kurier.at und in der Zeitung über den Amoklauf zu informieren.

Wir werden Sie auch in den nächsten Tagen über Details der unfassbaren Bluttat informieren. Aber wir wollen auch helfen. Dieser Mann hat ja nicht nur vier Menschen getötet, er hat auch das Leben von vier Familien mit minderjährigen Kindern erschüttert. Das Leid der Betroffenen können wir nicht lindern, aber wir wollen dafür sorgen, dass Witwen und Kinder wenigstens keine materiellen Sorgen haben.

KURIER und Kuratorium Sicheres Österreich haben Mittwochfrüh ein Spendenkonto eröffnet, viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben spontan Unterstützung zugesagt.

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Helmut Brandstätter, Chefredakteur

KURIER-Leser helfen!

Gemeinsame Spendenaktion mit dem Kuratorium SICHERES Österreich für die Hinterbliebenen des Amoklaufs

Raiffeisenbank Konto 13.113.113

Bankleitzahl: 32000

IBAN: AT333200000013113113

BIC: RLNWATWW

Kennwort: „Opfer Annaberg